Große Sorge

Alkohol, Kokain, Nervenschäden – Konstantin Wecker sagt alle Auftritte ab

30.01.2026

Der Sänger hätte auch in Österreich spielen sollen. Er hofft, dass die Ärzte ihm noch so weit helfen können, dass er wenigstens mit 80 noch einmal auf der Bühne stehen kann. 

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© APA/GEORG HOCHMUTH
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Große Besorgnis um Konstantin Wecker: Der Münchner Liedermacher hat seine für dieses Jahr geplante Tournee endgültig abgesagt. Grund dafür ist eine fortschreitende Erkrankung – die Nervenschäden in seiner linken Hand haben sich weiter verschlimmert.

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In einer persönlichen Erklärung richtet sich der 78-Jährige an sein Publikum: „Es tut mir unendlich leid – aber ich muss die Tournee, auf die ich mich sehr gefreut hatte, leider absagen. Ich hatte gehofft, zu genesen, aber meine Erkrankung ist leider fortgeschritten. Ich hätte euch so gerne meine Lieder gespielt und aus meinem Buch gelesen – aber es ist mir leider nicht möglich.“ Bereits im November hatte Wecker aus gesundheitlichen Gründen 14 Termine seiner Tour „Lieder meines Lebens“ streichen müssen. Damals schilderte er der „Süddeutschen Zeitung“ den Verlauf seiner Erkrankung mit den Worten: „Es wurde von Woche zu Woche schlimmer.“

Nervenschäden

Die gesundheitlichen Probleme machte der Künstler im August 2025 öffentlich. Seither ist bekannt, dass er an Nervenschäden in der linken Hand leidet – mit gravierenden Folgen: Klavierspielen ist für ihn nicht mehr möglich. Wecker selbst führte die Erkrankung auf seinen früheren Lebensstil zurück. Jahrelanger Alkoholmissbrauch, auch Kokain spielte eine Rolle, habe seinen Körper nachhaltig geschädigt. Seit drei Jahren lebt der Musiker nach eigenen Angaben abstinent.

Trotz der Rückschläge gibt er die Hoffnung nicht auf. „Hoffen wir, dass meine Ärzte mir in diesem Jahr helfen werden. Vielleicht kann ich dann zu meinem 80. Geburtstag noch einmal auf die Bühne zurückkehren“, sagt Wecker. Zugleich bedankt er sich sichtlich bewegt bei seinem Publikum: „Ihr könnt Euch vorstellen, wie weh es mir tut, nach so vielen Jahrzehnten auf der Bühne nicht mehr für euch singen zu können.“

 

Vorwürfe aus der Vergangenheit

Neben den gesundheitlichen Sorgen wurde Wecker zuletzt auch mit Vorwürfen aus seiner Vergangenheit konfrontiert. Eine heute 30-jährige Frau erhob im November in der „Süddeutschen Zeitung“ schwere Anschuldigungen. Sie berichtete, der Musiker habe 2011, als sie noch minderjährig war, Kontakt zu ihr gehabt. Laut ihren Schilderungen kam es nach ihrem 16. Geburtstag zu körperlichen Begegnungen, unter anderem bei mehreren Treffen in Hotelzimmern.

Über seinen Anwalt bestätigte Wecker den Kontakt. Er sprach von „einer einvernehmlichen Beziehung zu der jungen Frau“, bezeichnete dieses Verhalten jedoch zugleich als „unter moralischen Maßstäben ein gänzlich unangemessenes Verhalten“. Als Erklärung führte er an, er habe damals „sehr viel und über längere Phasen Alkohol konsumiert“ und sei nicht „Herr seiner Sinne gewesen“.

Für viele Fans steht nun vor allem die Hoffnung im Vordergrund, dass sich der gesundheitliche Zustand des Künstlers stabilisiert – und dass Konstantin Wecker vielleicht doch noch einmal dorthin zurückkehren kann, wo er über Jahrzehnte zu Hause war: auf die Bühne.