Späte Reue

Dschungel-Eklat um Gil Ofarim: RTL-Chef räumt nach Sieg schwere Fehler ein

31.03.2026

Nach dem umstrittenen Dschungel-Sieg von Gil Ofarim gesteht RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter nun ein, dass der Sender bei den fragwürdigen Äußerungen des Musikers schneller und deutlicher hätte reagieren müssen. 

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Rund zwei Monate nach dem triumphalen, wenngleich von heftigen Debatten begleiteten Sieg von Gil Ofarim (43) in der RTL-Produktion „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, übt das Medienhaus nun Selbstkritik. Die Teilnahme des Musikers galt bereits im Vorfeld aufgrund des vorangegangenen Skandals um eine vermeintliche Diskriminierung in einem Leipziger Hotel als hochgradig kontrovers.

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Während der Ausstrahlung in Australien wurde Ofarims Vergangenheit sowohl im Camp als auch im öffentlichen Diskurs fortwährend thematisiert, wobei dem Sender mangelnde Einordnung vorgeworfen wurde. Nun bezog Stephan Schmitter (52), CEO von RTL Deutschland, im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL Stellung.

Zwischen Schweigepflicht und Manipulationsvorwürfen

Ofarim selbst hatte sich während der Sendung weitgehend in Schweigen gehüllt und dies mit einer vermeintlichen Verschwiegenheitserklärung begründet – de facto handelte es sich jedoch um eine Unterlassungserklärung. In der Folge stellte der Musiker gar die Authentizität des Überwachungsvideos aus dem Hotel infrage und suggerierte Manipulationen.

Diese Vorwürfe stießen bei den direkt Betroffenen auf Unverständnis. Der damals beschuldigte Hotelmitarbeiter äußerte sich gegenüber der „Zeit“ fassungslos: „Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich.“

 


 

Auch die Staatsanwaltschaft fand klare Worte und bezeichnete die Behauptungen als bloße „Wiederholungen von Vermutungen und Andeutungen angeblicher Manipulationen an letztlich nicht verfahrensrelevanten Aufnahmen“.

Redaktionelle Aufarbeitung und das Eingeständnis von Fehlern

RTL-Chef Schmitter betonte im Interview, dass die Geschehnisse intern einer gründlichen Analyse unterzogen wurden. Zwar habe das Team vor Ort in Australien das Thema „an vielen Stellen in den Sendungen sehr gut verarbeitet“, dennoch gesteht er Defizite in der Live-Berichterstattung ein. Es habe „ein, zwei Sendungen“ gegeben, in denen zugespitzte Behauptungen ohne unmittelbare Reaktion des Senders verbreitet wurden. 

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In der Retrospektive konstatiert Schmitter: „Wäre es an der einen oder anderen Stelle besser bzw. richtig gewesen, die Fakten direkt in der Live-Sendung klarzustellen und nicht nur in der ‚Stunde danach‘.“

Abschließend räumte er ein, dass man von der Kölner Zentrale aus hätte intervenieren müssen: „Da hätten wir in Köln redaktionell reagieren müssen. Und sei es nur mit einer Bauchbinde.“