TV-Interview
Mette-Marit: Ich wusste nicht, dass Epstein ein Sexualverbrecher ist
20.03.2026Nach dem Ende des Prozesses gegen ihren Sohn Marius (29) spricht Kronprinzessin Mette-Marit (52) offen über den Epstein-Skandal und ihre schwere Krankheit. Sie fühle sich manipuliert und getäuscht.
Norwegen. In einem emotionalen Gespräch mit dem Sender NRK nahm Mette-Marit Stellung zu den Krisen der vergangenen Wochen. Die norwegische Kronprinzessin zeigte sich sichtlich gezeichnet von den jüngsten Ereignissen. Immer wider musste sie mit den Tränen kämpfen. Das Interview wurde aus Rücksicht auf ihre verschlechterte Lungenerkrankung auf eine Dauer von maximal 20 Minuten begrenzt.
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Hinter der Königsfamilie liegt eine turbulente Zeit. Der Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby endete Donnerstag. Mette-Marit erklärte, dass die Familie sich in den letzten sieben Wochen völlig auf sich selbst konzentriert habe, um die Situation zu bewältigen. Sie beschrieb sich in erster Linie als Mutter eines Sohnes in einer sehr schwierigen Lage.
Vorwürfe im Epstein-Skandal
Ein zentrales Thema des Interviews war die Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Mette-Marit: "Natürlich würde ich mir wünschen, ich hätte ihn nie kennengelernt. Aber es ist wichtig für mich, Verantwortung zu übernehmen, weil ich die Hintergründe nicht genauer untersucht habe. Auch dafür, dass ich manipuliert und getäuscht wurde. Aber der Fokus sollte nicht auf mir liegen, schließlich verdienen die Opfer, die schwerem Missbrauch ausgesetzt waren, Gerechtigkeit. Ich bin sehr wütend darüber, dass sie das bisher nicht bekommen haben. Und dass ich dazu beigetragen habe, ihm Legitimität zu geben. Das ist für mich sehr schwer."
Rätsel um private Mails
Kritische Fragen gab es zu einer privaten E-Mail aus dem Jahr 2011. Darin erwähnte sie, Epstein gegoogelt zu haben. Mette-Marit wurde im Interview gefragt: "2011 schreiben Sie in einer Mail, ich habe dich gegoogelt, ich bin deiner Meinung, es sieht nicht gut aus. Was haben Sie da gegoogelt?" Sie antwortet: "Darüber habe ich selbst viel nachgedacht. … ich kann mich nicht erinnern … Das ist 15 Jahre her …" In einem Wikipedia-Artikel habe damals doch schon gestanden, dass er vorbestraft ist, wurde angemerkt.
Mette-Marit darauf: "Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher ist. Und ich kann nicht darauf antworten. Es ist 15 Jahre her. Ich wünschte, ich hätte es damals getan, und ich würde mir wünschen, dass ich mich genau erinnern kann. Das würde mein Leben bestimmt leichter machen."