Sechs Wochen lang saß Marius Borg Høiby (29) im Saal 250 des Osloer Bezirksgerichts auf der Anklagebank. Während das Urteil kurz bevorsteht, zeichnen Zeugenaussagen und das Verhalten des Kronprinzessinnen-Sohns ein erschreckendes Bild.
28 Verhandlungstage lang musste sich Marius Borg Høiby den Vorwürfen seiner Ex-Freundinnen und zahlreicher Zeugen stellen. Die Schilderungen vor Gericht ließen wenig Spielraum für Zweifel: Von krankhafter Eifersucht über jahrelangen Drogenmissbrauch bis hin zu schweren Gewaltausbrüchen reichte das Sündenregister des 29-Jährigen.
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Keine Spur von Einsicht
Beobachter im Gerichtssaal berichten von einem Angeklagten, der immer wieder die Fassung verlor. Besonders auffällig: Der mangelnde Respekt gegenüber der Justiz und den Opfern. Eine aufrichtige Entschuldigung oder gar Reue? Fehlanzeige. Stattdessen dominierte das Bild eines Mannes, der sich über dem Gesetz wähnt.
Marius Borg mit Andrea Shelby
So könnte der Knast-Alltag aussehen
Sollte das Urteil, wie von Experten erwartet, auf eine längere Haftstrafe hinauslaufen, stellt sich die Frage nach dem „Wo“. Die norwegische Strafvollzugsbehörde erklärte gegenüber BUNTE, dass Häftlinge idealerweise nahe ihres Heimatbezirks untergebracht werden. In Oslo kommen drei Anstalten infrage:
- Oslo Fengsel: Hier verbrachte Marius bereits seine sechswöchige U-Haft.
- Ausstattung: Die Zellen verfügen über Fernseher und ähneln optisch eher rustikalen Zimmern in Landschulheimen als dunklen Verliesen.
- Privatsphäre: Insassen dürfen persönliche Gegenstände wie Bücher oder Schmuck mitbringen.
Resozialisierung: Über das Programm „Prisonmade Oslo“ fertigen Häftlinge Möbel und Dekoration an, um sich auf ein Leben nach der Haft vorzubereiten.
Ob Marius Borg Høiby diese Chance zur Besserung annimmt oder ob der tiefe Fall des „verlorenen Sohnes“ der norwegischen Krone weitergeht, wird maßgeblich vom anstehenden Urteilsspruch abhängen. Für Mette-Marit (52) bleibt der Prozess die wohl größte Belastungsprobe ihrer Amtszeit.