Design und Technik

Design trifft Innovation: Samsung-CMO Benjamin Braun im Talk

Benjamin Braun ist Chief Marketing Officer für Samsung Europe. Design und Technologie gehen bei ihm Hand in Hand. Mit seinem neuen TV-Line-up setzt Samsung Massstäbe. Der Talk über das Fernsehen von heute.

Gerade ist Benjamin Braun, Chief Marketing Officer von Samsung Europe, mit seiner Familie in ein neues Haus gezogen. Mit seiner Frau hat er die Entscheidung getroffen, eine Weile darin zu leben, bevor sie die großen Entscheidungen treffen. Welcher Weißton ist der richtige? Wird es dieses oder jenes Holz? „In unserer letzten Wohnung haben wir zehn oder elf Jahre gelebt und konnten uns nie entscheiden, welche Kunst wir aufhängen sollten“, erinnert Braun sich. Für dieses Problem hat er die perfekte Lösung: „In unserem neuen Haus hängen wir mindestens zwei Samsung Frame TVs auf.“ Das bietet, abgesehen von erstklassiger Bildqualität und der umfassenden Auswahl fantastischer Gemälde sowie der Möglichkeit, eigene Bilder hochzuladen, den Vorteil austauschbarer magnetischer Rahmen, die sich ohne Schraubenzieher wechseln lassen. Dank der SmartThings-App lassen sich alle Geräte unkompliziert verwalten: Kompatible Geräte wie Lampen, Leuchtmittel, Fernseher und vieles mehr lassen sich mit der App verbinden und steuern.

In LIVE & STYLE spricht Benjamin Braun über die TV-Innovationen, die der Marktführer im Zuge von seinem großen Event „Inside Samsung 2026“ vorgestellt hat.

Design trifft Innovation: Samsung-CMO Benjamin Braun im Talk
© Stuart Bailey Photography

Sie haben ein beeindruckendes TV-Line-up präsentiert. Auf welche Innovationen sind Sie besonders stolz?
Benjamin Braun:
Egoistisch betrachtet gibt es zwei. Erstens: Englisch ist meine zweite Sprache, Schwedisch meine erste. Beim Fernsehen habe ich oft das Gefühl, die Schauspieler nuscheln. Es gibt viele Hintergrundgeräusche, in die die Produzenten sicher viel Mühe gesteckt haben. Aber ich will eigentlich nur wissen, wer der Mörder ist, und das kann man schlecht verstehen. Man kann Untertitel einschalten. Wenn keine existieren, erstellt die Samsung-KI sie. Darüber hinaus reduziert die Sound-KI die Umgebungsgeräusche, regelt den Hintergrundlärm herunter und betont die Stimmen. Das finde ich hilfreich. Eine andere Sache, die mir dieses Jahr gefällt, ist wieder egoistisch gedacht: Soundbars sind technisch brillant, aber oft sehr zweckmäßig designt. Das tut meinem minimalistischen Design-Auge ein bisschen weh. Wir haben Designer Erwan Bouroullec gebeten, neue Soundbars zu entwerfen, die wie Kunstwerke aussehen. Man kann sie ins Bücherregal stellen und sie wirken wie Deko. Wir haben auch Soundbars entwickelt, die wie Bilderrahmen aussehen und an die Wand gehängt werden – den „Music Frame“.

Welche Bedürfnisse muss ein Fernseher heutzutage erfüllen?
Braun:
Ich hatte am Samstagabend Freunde zu Besuch. Ich habe aktuell keinen Fernseher zu Hause, also habe ich einen unserer Freestyle-Projektoren aus dem Büro mitgenommen. Als die Leute reinkamen, stand an der Wand „Willkommen“ mit ein paar Animationen. Man kann Dinge viel persönlicher gestalten. Was noch wichtig ist: Viele unserer TVs haben integrierte Apps. Das fing während Corona an, als die Leute begannen, zu Hause Sport zu machen. Wir haben eine integrierte Gym-App von Technogym. Wenn man eine USB-Webcam anschließt, prüft die KI, ob man die Übungen richtig ausführt, zählt die Jumping Jacks und trackt alles. Am meisten wird auf Samsung-Fernsehern YouTube genutzt. Viele denken, es sei Netflix oder Disney+, aber es ist YouTube. Der Sound ist auch sehr wichtig. Es ist nicht mehr nur Fernseher oder Kunstwerk, sondern die Musikanlage. Ich nutze YouTube Music auf meinem TV, lade Playlists und habe so immer die passende Hintergrundmusik. Fernseher werden multifunktional.

Welche KI-Funktionen werden am meisten genutzt?
Braun:
Bei den Handys ist es „Circle to Search“. Das funktioniert so: Ich richte die Kamera zum Beispiel auf meine Schuhe. Das Handy sagt sofort, welche es sind, wo ich sie kaufen kann und was sie kosten. Das kommt jetzt auch auf die Fernseher: „Samsung Vision AI“. Man nutzt die Fernbedienung und fragt nicht nur nach Filmen, sondern zum Beispiel: „Ich fliege morgen nach Frankfurt, wie wird das Wetter?“

Design trifft Innovation: Samsung-CMO Benjamin Braun im Talk
© Samsung

Bald beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft. Spüren Sie ein gesteigertes Interesse an TV-Geräten?
Braun:
Definitiv. Ab April gehen die Verkaufszahlen in Europa wegen des „Fußball-Sommers“ durch die Decke. Die Leute kaufen einen Fernseher, wenn sie umziehen oder renovieren oder wenn das alte Gerät kaputtgeht. Samsung-Fernseher halten sehr lange, das ist nicht der Hauptgrund. Was überzeugt die Menschen also? Fußball, Olympia und solche Großereignisse. Das Interessante ist: Wenn man sie fragt, sagen sie nicht „Ich will die EM sehen“, sondern „Ich lade Freunde und Familie ein, um die Momente gemeinsam zu erleben, und dafür brauchen wir einen neuen Fernseher“. Besseres Bild, größerer Screen, besserer Sound.

Das Thema Nachhaltigkeit nimmt an Bedeutung zu. Wie geht Samsung damit um?
Braun:
Früher gab es gefährliche Komponenten in Fernsehern. Bei Samsung gibt es die schon lange nicht mehr. Unsere Geräte halten zudem extrem lange. Wir verwenden viele recycelte Materialien wie alte Fischernetze aus Plastik. Die zersetzen sich in Mikroplastik, Fische essen das, wir essen den Fisch – das ist schrecklich. Wir sammeln diese Netze und verarbeiten das Plastik in unseren Fernbedienungen, Uhren und Handys. Ein anderes Thema sind Batterien. Wir verbrauchen weltweit etwa 200 Millionen Batterien. Die landen oft im Müll und belasten das Grundwasser. Deshalb haben unsere Fernbedienungen jetzt Solarpanels auf der Rückseite. Tageslicht oder das Licht der Lampe im Zimmer reichen aus, um sie zu laden. Man braucht nie wieder Batterien. Außerdem ist die KI smart: Wenn der Raum dunkel ist, dimmt der Fernseher automatisch das Licht, was angenehmer für die Augen ist und Strom spart.

Wie sieht Ihr perfekter Fernsehabend aus?

Braun: Mit drei Kindern in verschiedenen Altern ist das schwierig. Meistens ist es eine Rom-Com. Adam Sandler-Filme gehen immer, die mag jeder. Oft schauen wir uns auch gemeinsam lustige TikToks an, die ich über die Woche gesammelt habe – ich streame die einfach vom Handy auf den großen Fernseher. Und ich bevorzuge Eiscreme statt Popcorn, meine Frau ist eher im Team Popcorn. Wir versuchen, jedes Wochenende einen Familienfilm zu schauen. Der nächste wird „Barbie“ sein. Ich habe ihn schon gesehen, meine Frau und die Kinder noch nicht. Für meine älteren Söhne (11 und 14) ist es ein guter Aufhänger, um über Themen wie das Patriarchat, Gleichberechtigung und Rollenbilder zu sprechen.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten