Ein Kommentar von oe24-Chefredakteurin Daniela Bardel.
Ein buntes Spektakel, einfach eine Mega-Party und ein Gute-Laune-Event, sagen die einen. Ein Musik-Wettbewerb, der von politischen Debatten zerrissen ist und längst an kultureller Bedeutung verloren hat, kritisieren die anderen.
In Wien feiern wir diese Woche 70 Jahre Song Contest. Die Show, die weltweit über 170 Millionen Zuseher fesselt, ist mit dem bescheidenen Eurovision de la Chanson von 1956 nicht mehr zu vergleichen.
Angesichts der politische Aufregung um die Teilnahme Israels würde man sich wünschen, dass es wieder mehr um die Musik und die Künstler geht. Boykotte und Demonstrationen reißen nur noch größere Gräben auf.
Der ESC wäre gerade in globalen Krisen-Zeiten eine Chance, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zu vereinen und neue Brücken zu bauen,
Das klingt vielleicht naiv, angesichts der großen Konflikte im Nahen Osten oder auch in der Ukraine. Aber diese sind garantiert nicht auf einer Song-Contest-Bühne zu lösen. Und gehören dort auch nicht hin.
oe24 wünscht allen Song-Contest-Fans ein friedliches und vor allem farbenfroh-fröhliches Fest – für die Liebe und die Lebensfreude!