Spiegel-Selfie

Nach Opernball-Terminabsage & Jetlag-Drama: HIER steckte Sharon Stone wirklich

12.02.2026

Die Hollywood-Beauty ließ das Dinner mit zahlreichen heimischen Stars aus. Auf Instagram postete sie ihr Ersatzprogramm. 

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© Instagram
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Ein Abend, der an Exzellenz kaum zu überbieten war: Johann und Silvia Lafer luden zur kulinarischen Ouvertüre des Opernballs. Alles war bereit für den großen Auftritt von Weltstar Sharon Stone. Doch während die Wiener Gesellschaft den Steinbutt pries, pflegte die Ikone ihren Jetlag – und hinterließ eine Lücke, die nur mit Humor und reichlich Champagner zu füllen war.

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Wien ist bekanntlich das Pflaster, auf dem Etikette und Extravaganz einen leidenschaftlichen Walzer tanzen. Wenn dann noch Starkoch Johann Lafer und Unternehmer Karl Guschlbauer in den Festsaal des Hotel Imperial laden, erwartet man vieles: Brillanten, Beluga und natürlich den "Basic Instinct" zum Greifen nah. Doch Sharon Stone, die Frau, derentwegen 120 Journalisten tags zuvor noch ins oberösterreichische St. Willibald pilgerten, um sie in einer Süßwarenfabrik zu bestaunen, entschied sich für eine ganz eigene Interpretation des Abends. Ihr Motto: Schlafen statt Schlemmen. 

Das Schnitzel-Dilemma

Während Karl Guschlbauer, der Stargast-Mentor des heurigen Opernballs, von seiner Begleitung als „bezaubernde, tolle Frau“ schwärmte, blieb ihr Platz am Galatisch im Imperial verwaist. Die offizielle Begründung? Der Jetlag – jener tückische Feind des Jetsets, der die Hollywood-Diva dazu zwang, sich für den großen Ballabend in der Staatsoper „auszuruhen“. Dass sie um fünf Uhr morgens ein Selfie im Nachthemd aus dem Hotelzimmer im Sacher postete, verlieh der Abwesenheit eine fast schon poetische Note.

Besonders pikant: Die Diva hatte vorab einen ganz bescheidenen Wunsch geäußert: „I would love to have a Schnitzel“. Aber bitte glutenfrei. Johann Lafer, Perfektionist durch und durch, begab sich höchstpersönlich mit Hoteldirektor Thomas van Opstal in die Küche, um das panierte Heiligtum nach kalifornischen Gesundheitsmaßstäben zu veredeln. Ob das Schnitzel letztlich via Lieferdienst den Weg zu ihr fand oder ob die Diva sich mit der Wiener Luft begnügte, bleibt ein Geheimnis.

 


 

Ein Fest der Fleißigen

Während die US-Ikone den Schönheitsschlaf zelebrierte, bewies die heimische Prominenz beneidenswerte Ausdauer. Philipp Hochmair eilte direkt vom Set von „Blind ermittelt“ herbei, Tobias Moretti unterbrach seine Dreharbeiten in Budapest, und Barbara Wussow schien quasi direkt vom „Traumschiff“ ins Imperial gesegelt zu sein. Sie alle genossen ein Menü, das unter der Ägide von Sternekoch Nikolaus Platterer keine Wünsche offenließ.

© Andreas Tischler

Von Kaninchenragout über Wildconsommé bis hin zum zarten Kalbsfilet – es wurde getafelt, wie es sich für die kaiserliche Kulisse gehört. Ein besonderes Highlight: die Premiere der neuen „Opernball-Schaumrolle“, eine Kreation von Johann Lafer höchstpersönlich. So manche Dame am Tisch blickte zwar sorgenvoll auf die Taille ihres Ballkleides, doch der Versuchung des fluffigen Desserts konnte kaum jemand widerstehen.

Musikalische Hommagen und ein Hauch von Wehmut

Künstlerisch wurde nichts dem Zufall überlassen. Das Clemens Schaller Trio sorgte für den passenden Rhythmus, Marika Lichter interpretierte das „American Songbook“ mit gewohntem Charme, und Star-Geigerin Lidia Baich bewies mit ihrer Hommage an Johann Strauss Sohn, dass man in Wien auch ohne Hollywood-Glanz ganz hervorragend brillieren kann.

Am Ende des Abends blieb die Erkenntnis: Eine Diva muss tun, was eine Diva tun muss. Und wenn das bedeutet, den Steinbutt gegen das Seidennachthemd zu tauschen, dann ist das eben der Preis für den ganz großen Auftritt. Wir sind gespannt, ob der Schlaf gefruchtet hat – denn heute Abend, in der Loge von Karl Guschlbauer, gibt es keine Ausreden mehr. Da heißt es: „Alles Walzer!“ statt „Gute Nacht!“.