"A Film Memoir"

Doku nimmt Roman Polanski unter Lupe

© Babelsberg Studios
Regisseur ist nicht nur wegen Filme wie "Der Pianist" & "Rosemaries Baby" bekannt.
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Ob das Holocaust-Drama "Der Pianist" vor zehn Jahren oder der Horrorfilm "Rosemaries Baby" im Jahr 1968 - die Filme des polnisch-französischen Regisseurs Roman Polanski ("Tanz der Vampire", "Chinatown") sind Meisterwerke. Oft sind sie eher harte Kost. Auch das Leben ihres Machers ist kein leichtes gewesen. Der Dokumentarfilm "Roman Polanski - A Film Memoir", der am Donnerstag (6.9.) ins Kino kommt, gibt Einblick in Polanskis bewegte fast 80 Jahre.

Hier der Trailer zum Film

Turbulentes Privatleben
Im Jahr 1969 ermordeten Anhänger des Sektenführers Charles Manson seine schwangere Frau Sharon Tate - ein Schock für Polanski und ganz Hollywood. Acht Jahre später bekannte der Filmemacher, eine 13-Jährige in der Villa seines Freundes Jack Nicholson zum Sex verführt zu haben. Er kam damals ein paar Wochen unter psychiatrische Beobachtung. Aus Angst vor einer längeren Gefängnisstrafe floh er aber kurz vor der Urteilsverkündung nach Frankreich.

Rückkehr in die USA ausgeschlossen
Diese Flucht macht ihm bis heute eine Rückkehr in die USA unmöglich - auch den Oscar konnte er im März 2003 deshalb nicht persönlich in Empfang nehmen. Dass ihn aber ausgerechnet eines Tages die Schweiz, in der sich Polanski schon oft unbehelligt aufgehalten hatte, verhaften würde, damit rechnete wohl niemand. Am 26. September 2009, als er nach Zürich wollte, um beim dortigen Filmfestival einen Preis für sein Lebenswerk entgegenzunehmen, war es soweit. Erst im Juli 2010 wurde er wieder freigelassen. Die Schweiz lehnte seine Auslieferung an die USA dann doch ab. Die Behörden hatten Zweifel an der Darstellung des Sachverhalts durch die USA.

Großteil der Gespräche während Hausarrest

Ein Großteil der Gespräche in der Doku entstand während des Hausarrests in seinem schicken Chalet im schweizerischen Gstaad. Der Film spart die unangenehmen Seiten nicht aus, ist aber dennoch keine Abrechnung, sondern eine Hommage. Seine Uraufführung erlebte die Doku im vergangenen Jahr beim Filmfestival in Zürich. Polanski bekam dort dann auch mit zwei Jahren Verspätung seinen Preis fürs Lebenswerk.

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