"Der Spion und sein Bruder"
Baron Cohens neue Geschmacklosigkeit
Die einen schlagen sich schockiert die Hände vors Gesicht, die anderen schließen angeekelt die Augen, wieder andere lachen ein wenig hysterisch. Was Sacha Baron Cohens neuer Film "Der Spion und sein Bruder" beim Publikum von US-Talker Jimmy Kimmel oder Joko und Klaas in "Circus Halligalli" auslöst, lässt Unaussprechliches vermuten.
Grenzwertig
Schließlich ist der Schauspieler und Drehbuchautor dafür bekannt, dass er nicht nur an die Grenzen des guten Geschmacks geht, sondern mit großer Leidenschaft immer wieder weit darüber hinaus. So weit wie dieses Mal ist er wohl noch nie gegangen.
"So eine Szene will niemand drehen", sagte Cohen in der ProSieben-Show "Circus Halligalli". Viele Produzenten hätten ihm gesagt, sie liebten den Film - aber die Szene müsse gestrichen werden. Sie wurde nicht gestrichen und wird jetzt womöglich als eine der ekelhaftesten Filmszenen überhaupt in die Geschichte eingehen. Um nicht zu viel vorweg zu nehmen, nur soviel: Die Kinder schauen nicht ohne Grund zu Beginn des Films eine BBC-Dokumentation über Elefanten.
Neues Alter Ego
Aber zur eigentlichen Geschichte: Baron Cohen spielt in seinem neuen Film den Fußball-Hooligan Nobby, der in dem heruntergekommenen nordenglischen Fischerort Grimsby ein Klischee-Leben führt zwischen Pub, Fußballstadion, Fernseher und einer unüberschaubaren Schar von Kindern und Enkeln. Er ist schwer verliebt in seine schwere Freundin Dawn (Rebel Wilson/"Pitch Perfect"), die ihn gerne mit erotischen Szenen à la "Sharon Stallone" in Stimmung bringt. Alles, was ihm zur Vollkommenheit fehlt, ist sein kleiner Bruder Sebastian, der damals von einem reichen Londoner Ehepaar adoptiert wurde - während Nobby in Grimsby zurückblieb.
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