Action im Kino
Farrell schießt scharf in "Dead Man Down"
Auftragskiller und Unfallopfer kümmern sich gegenseitig um ihre Narben.
Auf erfolgreichen europäischen Regisseuren lastet immer ein hoher Erwartungsdruck, wenn ihr Hollywood-Debüt bevorsteht: Der österreichische Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky hat sich zuletzt mit dem Thriller "Cold Blood" zwar ganz wacker, aber dennoch nicht überragend geschlagen. Und der Däne Niels Arden Oplev konnte sich nach seiner Bestseller-Verfilmung "Verblendung" vor Angeboten gar nicht retten. Doch warum er sich für das Rache-Drama "Dead Man Down" (ab 4. April im Kino) entschieden hat, bleibt ein Rätsel - sein Debüt ging jedenfalls ordentlich in die Hose.
Hier der Trailer zum Film
Fazit
Am besten schlägt sich in dem seltsam emotions- und motivationslosen Drama noch Farrell, der seine Kamerapräsenz immer wieder geschickt auszuspielen versteht. Rapace dagegen - nicht zuletzt durch die "Millennium"-Trilogie zu Ruhm gelangt - ist mit einer unglaublich schwachen Figurenzeichnung gestraft, ebenso wie Huppert, bei der man sich als Mutter von Beatrice fragt, was sie wohl geritten haben mag, sich für so eine Rolle in solch einem Film herzugeben. "Tarantino trifft Hitchcock" sah der "Hollywood Reporter" zumindest den Versuch, urteilte schließlich aber auch hart: "Ein uninspiriertes US-Debüt."
(Von Daniel Ebner/APA)
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