Oscar-Anwärter

"Spotlight": Film über das Unvorstellbare

© 2015 Paramount Pictures Germany GmbH
Film erzählt von Journalisten, die Missbrauch in der Kirche aufdecken.
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"Wie sagt man Nein zu Gott?": Es ist eine der erschütterndsten Szenen in "Spotlight", als ein Mann einem Journalistenteam seine Tortur als Kind schildert. Vom Aufdecken des jahrzehntelangen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche 2002 durch Reporter des "Boston Globe", die dafür später den Pulitzer Preis erhielten, erzählt das für sechs Oscars nominierte Enthüllungsdrama.

Wahre Begebenheit
Im Jahr 2001 geht das Investigativ-Team der US-Zeitung "Boston Globe", genannt "Spotlight", einem erschütternden Hinweis nach, wonach zahlreiche katholische Priester in den vergangenen Jahrzehnten ihre Stellung als Vertrauensperson ausgenutzt und Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben. In monatelanger Recherche finden die Journalisten heraus, dass Kardinäle und Bischöfe der Erzdiözese die Verbrechen vertuscht, hochrangige Politiker weggeschaut und unethische Anwälte ein Geschäft aus den streng geheimen Vergleichen gemacht haben.

Recherche im Vordergrund
Regisseur Thomas McCarthy sieht davon ab, die unvorstellbare Grauslichkeit des Kindesmissbrauchs durch Priester zu bebildern und setzt stattdessen direkt beim Beginn der Nachforschungen an, heftet sich an die Fersen der Journalisten, die den Skandal nach und nach aufdecken: u.a. an Mike Rezendes (Mark Ruffalo), der im moralischen Anwalt Garabedian (Stanley Tucci) einen essenziellen Informanten findet, an Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams), die Betroffenen Gerechtigkeit zuführen will und an Türen verdächtiger Priester klopft, an "Spotlight"-Leiter Walter Robinson (Michael Keaton), einst selbst Schüler einer betroffenen katholischen Schule, der merkt, dass es auch ihn hätte treffen können.

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INFO

Spotlight
USA 2015, 128 min
Regie: Thomas McCarthy
Mit: Michael Keaton, Rachel McAdams, Mark Ruffalo, Stanley Tucci, Billy Crudup, Liev Schreiber


(c) 2015 Paramount Pictures Germany GmbH