Neues Musical
„Falco meets Amadeus“ rockt mit Puff, Basti und Hitler
15.01.2026Das neue Musical „Falco meets Amadeus“ bringt den Falken mit Mozart zusammen und liefert eine exzessive Revue zwischen Genie und Wahnsinn. Die Wien-Premiere wurde umjubelt,
„Ich bring dich ins Radio und du bringst mir Unsterblichkeit“ Mit diesem Pakt beschließen Falco und Mozart ihre Zusammenarbeit. Zumindest im neuen Hit-Musical „Falco meets Amadeus“, das am Donnerstag in der Wiener Stadthalle seine umjubelte Wien-Premiere feierte und jetzt quer durch Österreich tourt.
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Stefan Wessels zeigt dabei vom Opener „The Spirit Never Dies“ bis zum Finale „Out Of The Dark“ in einer knapp zweieinhalbstündigen Revue den Lebens- und Leidensweg des Falken. Von den Anfängen bei Drahdiwaberl bis zum tödlichen Crash in der Dominikanischen Republik und angetrieben von der „Kompositionsmaschine“ Wolfgang Amadeus Mozart (Michael Konicek), der bei seinen wenigen Zwischen-Auftritten wie ein despotischer Fußballvater mit ADHS wirkt: „Ich bin Namensgeber von Pralinen, Kaffeetassen, Klobürsten, Kindergitarren, Festivals, Straßen, Raumschiffen und Asteroiden. Ich bin Mozart. Ein Genie!“ Trotzdem ist seine Musik nur sporadisch zu hören. Den Ton gibt Falco an.
Bei einem ebenso spannenden wie eindringlichen Mix aus Chart-Hits („Der Kommissar“), Fan-Favoriten („America“) und Raritäten („Cadillac Hotel“), viel Liebe zum Detail und einigen chronologischen Freiheiten wird Falcos Zerrissenheit auch als erotischer Machtkampf zwischen der lasziven Punk-Giftschlange Ana Conda (Stefanie Kock) und der unschuldig anmutenden Jeanny (Anna-Sophie Weidinger) dargestellt. Alkohol und Drogen-Exzesse sowie Orgien im Puff inklusive. „Haben’s dir jetzt des Hirn aussepimpat?“
Nicht die einzigen Aufreger. „And now Falco. He is from the same country Adolf Hitler is from!“ also „Und jetzt, Falco. Er kommt aus dem selben Land wie Adolf Hitler“ ertönt es bei einer Ansage zur US-TV-Show „Solid Gold“ Dazu wird im Song „Ganz Wien“ nicht mehr Hannes Androsch, sondern Sebastian Kurz erwähnt („Und der Basti a!“) und bei der Zugabe „Europa“ sogar politisiert. „Diesen Song schickt uns Hans vom Himmel herunter, um uns zu erinnern, dass Faschismus und starke Männer, egal ob von rechts und links in ihrer Machtkonzentration nicht cool sind.“ Auch dafür gab’s Ovationen!