Ablehnung
Ruzowitzky ist enttäuscht
Oscar-Regisseur Ruzowitzky zeigt sich verärgert darüber, dass die Erhöhung des Budgets des Filmfonds Wien abgelehnt wurde. Der offene Brief hier!
„Es war wundervoll zu sehen, wie sich Publikum, Medien und Politik plötzlich auf den österreichischen Film besannen“, so Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky am Dienstag. „Umso enttäuschender, dass die erste Möglichkeit, dies in konkrete Maßnahmen umzusetzen, nicht wahrgenommen wurde“. Der Wiener Gemeinderat hatte am 29. Februar die Erhöhung des Jahresbudgets des Filmfonds Wien von derzeit acht auf 12 Mio. Euro abgelehnt – vier Tage nach Ruzowitzkys Oscar-Triumph und den damit einhergegangenen Lippenbekenntnissen vieler Politiker für mehr Filmbudget. Die ÖVP brachte den Antrag ein, SPÖ, Grüne und Freiheitliche lehnten ab. Ruzowitzky: „Dabei hätte die beantragte Summe eine seit Jahren überfällige Valorisierung der Mittel des Fonds bedeutet. Ich teile den Oscar-Erfolg gern mit Wien, es hat ja auch der Filmfonds mitgefördert. Schade, wenn jene recht behalten, die nie an ein aufrichtiges Bemühen der Politik um den Film glaubten.“ Die ÖVP will den Antrag beim nächsten Gemeinderat am Donnerstag erneut einbringen.
Ruzowitzky's offener Brief an den Verband der Filmregie Österreich