Eine Woche

32.000 Euro: Mucha auf Donau-Luxuskreuzfahrt

22.05.2026

Das Wiener Verlegerpaar Ekaterina und Christian Mucha gönnt sich nach seinem 50-Jahr-Jubiläum eine spektakuläre Luxus-Kreuzfahrt auf der Donau bis zum Eisernen Tor. 

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Es gibt Momente im Leben des gehobenen Bürgertums, in denen der Alltag einer wohlverdienten Pause weichen muss. Nach dem glanzvollen Festakt anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums hat sich das weithin bekannte Wiener Verlegerpaar Ekaterina und Christian W. Mucha für eine Form der Sommerfrische entschieden, die an die imperiale Nostalgie vergangener Epochen anknüpft, ohne dabei auf den modernsten Komfort der Gegenwart zu verzichten. Eine einwöchige Reise, die durch fünf Länder führt, dient den beiden als Refugium der Entschleunigung, bevor sie sich mit gewohnter Verve einem neuen unternehmerischen Kapitel widmen. Insgesamt will man drei Monate unterwegs sein. 

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Als schwimmendes Domizil fungiert die Debussy, ein mit fünf Sternen ausgezeichnetes Juwel aus der Flotte von Riverside Luxury Cruises. Die Route führt von den majestätischen Ufern Budapests hinab bis zum sagenumwobenen Eisernen Tor, jener spektakulären Flussdurchbruchsstrecke an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien. Doch so imposant die vorbeiziehende Landschaft der Donauauen auch sein mag – das wahre Refugium offenbart sich im Inneren des Schiffes.

Das Verlegerpaar residiert in der opulenten Owner’s Suite, einer siebzig Quadratmeter messenden Residenz, die mit zwei Schlafzimmern, zwei Badezimmern und einem separaten Speisesaal selbst den verwöhntesten Ansprüchen gerecht wird. Das absolute Unikum dieses schwimmenden Salons bildet jedoch ein eigener Marmorkamin, der dem maritimen Ambiente eine zutiefst noble Salonatmosphäre verleiht.

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Der Luxus auf der Debussy definiert sich indessen nicht allein über das exquisite Interieur, sondern primär über eine Dienstleistungsqualität, die ihresgleichen sucht. In einer Ära, in der Massentourismus auch die Flüsse der Welt erobert hat, setzt man hier auf ein exzeptionelles Betreuungsverhältnis: Den aktuell lediglich 44 Passagieren an Bord steht eine hochprofessionelle, 56-köpfige Crew gegenüber. Es ist ein Service par excellence, bei dem den Gästen die Wünsche förmlich von den Augen abgelesen werden. Kulinarisch flankiert wird diese Reise von den Kreationen des Küchenchefs, der im schiffseigenen Restaurant auf unbestreitbarem Sterneniveau kocht.

32.000 Euro für das Rundum-Service

Dass eine derartige Inszenierung des feinen Lebens ein entsprechendes Äquivalent verlangt, versteht sich im Segment der Luxuskreuzfahrten von selbst. Während der Einstieg in dieses maritime Erlebnis für sechs Tage ab rund 9.000 Euro zu buchen ist, schlägt die Owner’s Suite mit einem Basispreis ab 16.000 Euro zu Buche. Je nach individuellem Paket kann sich die finale Endabrechnung für das herrschaftliche Domizil inklusive Logis auf flockige 32.000 Euro (für eine Woche) belaufen. Ein stolzer Betrag, der jedoch im Hause Mucha pragmatisch und mit feinem Gespür für das Außergewöhnliche bewertet wird. „Nach all den harten Jahren leisten wir uns das halt einfach einmal“, bilanzieren die Muchas unumwunden. 

 


 

Die dreimonatige Auszeit ist indes kein Abschied, sondern vielmehr das bewusste Sammeln frischer Kräfte für kommende Großtaten. Nach der Rückkehr in die Bundeshauptstadt wird das Paar sein neues unternehmerisches Betätigungsfeld forcieren: Screenfleet, ein ambitioniertes Out-of-Home-Unternehmen, mit dem die Muchas die heimische Medienlandschaft neu aufmischen wollen. Bis dahin jedoch regiert an Bord der Debussy das leise Rauschen der Donau.