Einbußen

Ball-Ärger für Ex-ORF-Lady Christa Kummer: "Leidet darunter"

15.01.2026

Christa Kummer, Ballmama des Wiener Jägerballs am 26. Jänner, zeigt sich verärgert über die leeren Redoutensäle der Hofburg. Wegen ausstehender Sanierungsarbeiten müssen Traditionsbälle in dieser Saison mit weniger Karten und eingeschränktem Ballerlebnis auskommen. 

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© Andreas Tischler
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Die Redoutensäle der Wiener Hofburg zählen zu den historisch bedeutendsten Ballräumen der Hauptstadt. Einst Bühne für glanzvolle Hochzeiten, prachtvolle Maskenbälle und gesellschaftliche Höhepunkte, bleiben die Säle auch in dieser Ballsaison ungenutzt. Seit dem Auszug des Parlaments Anfang 2023 sind die Räume nicht mehr zugänglich, der Grund: ausstehende Sanierungsarbeiten, für die der Bund zuständig ist.

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Die Situation sorgt besonders bei den Organisatoren traditioneller Wiener Bälle für Unmut. Christa Kummer, Präsidentin des Vereins Grünes Kreuz und als Ballmama beim Wiener Jägerball am 26. Jänner im Einsatz, beschreibt die Lage als „befremdlich“. Im Gespräch mit dem Kurier betont sie, dass die Sperre der beliebten Redoutensäle und des Dachfoyers dazu geführt habe, dass das Kartenkontingent um rund 1.000 Plätze reduziert werden musste. „Auch das Ballerlebnis leidet darunter“, so Kummer, die trotz der Einschränkungen hofft, den Gästen einen unvergesslichen Abend zu bereiten.

Bälle leiden unter Sperre

Ähnlich äußert sich Wolfgang Binder, Betreiber des Café Frauenhuber und langjähriger Mitverantwortlicher des Kaffeesiederballs. Früher sei es möglich gewesen, deutlich mehr Karten zu verkaufen, erinnert er sich. Auch er hofft auf eine baldige Wiederöffnung der Redoutensäle – zum Wohl der Gäste und der zahlreichen Besucher, die das historische Ambiente der Hofburg jedes Jahr aufs Neue schätzen.

 


 

Die fehlende Nutzung der Säle wirkt sich nicht nur auf die Organisation und die Kartenanzahl aus, sondern auch auf das allgemeine Ballerlebnis. Viele traditionelle Wiener Bälle sind für ihr prunkvolles Ambiente bekannt, und die Sperre der Redoutensäle zwingt Veranstalter, alternative Räume oder verkleinerte Konzepte in Betracht zu ziehen.

Bis die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, bleibt die Zukunft der Wiener Traditionsbälle in den Redoutensälen ungewiss. Für Veranstalter wie Kummer bedeutet das zusätzliche organisatorische Herausforderungen, für die Gäste allerdings auch eine gedämpfte Vorfreude auf die glanzvollen Abende, die die Hofburg seit Jahrhunderten prägen. 

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