Wut-Posting
"Brunz-Kunst": Albert Fortell rechnet mit Biennale ab!
14.05.2026Ein Betrug an der Kunst!“: Schauspieler Albert Fortell rechnet auf Facebook gnadenlos mit dem österreichischen Beitrag zur Biennale 2026 ab und spart dabei nicht mit drastischen Worten über gefilterten Urin und nackte Tatsachen.
Schauspieler Albert Fortell zeigt sich in einem aktuellen Facebook-Beitrag „schwer enttäuscht“ vom österreichischen Auftritt bei der Biennale 2026. Im Zentrum seiner Kritik steht eine Installation, die eine nackte Frau in einem sogenannten „Urinpool“ zeigt – inklusive Sauerstoffmaske.
Mehr lesen:
- Barbara Wussow: SO hat sie zehn Kilo in acht Wochen abgenommen
- "Drei Wochen Schmerzen": Schauspieler Albert Fortell, im Krankenhaus!
- ESC-Kracher: Boy George ist nur 46 Sekunden auf der Bühne!
Doch was Fortell wirklich auf die Palme bringt, ist nicht die Nacktheit, sondern die vermeintliche Inkonsequenz der Kunst. Der Vorwurf: Der Urin aus den benachbarten Toiletten wurde gefiltert. Der Vergleich: Fortell zieht Parallelen zu den Wiener Aktionisten wie Brus oder Mühl, die für die „wohlige Suhlung“ noch „original Fäkalien“ verwendeten. Sein Urteill: Für ihn ist die aktuelle Umsetzung ein „Betrug an der Kunst“.
„Subventionierte Brunz-Kunst“ und Experten-Kritik
Besonders scharf schießt der Schauspieler gegen die Begrifflichkeiten und die Einordnung durch Medien. Er greift den Begriff der „subventionierten Brunz-Kunst“ auf und kritisiert, dass „Qualitätsblätter“ versuchen würden, den Betrachter mit intellektuellen Erklärungen zu erziehen. „Der ‚Bauchbetrachter‘ muss mit der Wucht der Einordnung von ‚Experten‘ erzogen werden“, so Fortell ironisch über die aktuelle Kunstdebatte.
Rückendeckung durch Philosophie
Um seinen Standpunkt zu untermauern, zitiert Fortell einen Text des Philosophen Konrad Paul Liessmann aus dem Jahr 2022. Darin wird beklagt, dass die Kunst aus dem Diskurs verschwunden sei und heute primär Fragen der Identität oder politisch-moralische Ansprüche zählen würden, statt ästhetische Kühnheit.
Für Fortell ist klar: Der aktuelle Beitrag in Venedig ist eher ein Ausdruck dieser Krise als ein echtes radikales Experiment. Ob die „Brunz-Kunst“ nun zum neuen geflügelten Wort der Kritiker wird, bleibt abzuwarten.