Kritiker erbost

Lilibet Diana: Streit um Namen von Meghan-Baby

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Kritiker erbost: Zuerst wüten Harry & Meghan gegen Royals, plötzlich wollen sie Frieden.
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Santa Barbara. Für die einen ist es ein Märchen mit Happy End, die anderen sehen eine minutiös geplante PR-Aktion. Am Freitag brachte Herzogin Meghan ihr zweites Kind in Kalifornien auf die Welt. Die Entbindung im Santa Barbara Cottage Hospital kostet 16.400 Euro.

Die Eltern warteten bis Sonntagabend, um zu verkünden: „Mit großer Freude heißen Prinz Harry und Meghan, Herzog und Herzogin von Sussex, ihre Tochter, Lilibet „Lili“ Diana Mountbatten-Windsor, auf der Welt willkommen.“

Verfeindet. Um den Namen der Nummer acht in der Thronfolge entstand ein heftiger Streit. Die einen sehen darin ein Friedensangebot an den Palast. Grund: Lilibet ist der Kosename der Queen, er soll eine Brücke zwischen den verfeindeten Verwandten schlagen.

Internet-Adresse für das Baby ist längst reserviert

Gräben. Gründe für Unmut gibt es viele: Höhepunkt war ein Interview mit Talk-Queen Oprah Winfrey, in dem Harry und Kate von rassistischen Royals erzählen. Sowie ein weiteres Interview, in dem Harry von der Kälte seines Vaters Prinz Charles berichtet. Die Gräben sind tief.

Eiskalt. Es gibt auch Ex­perten, die meinen, die Namenswahl war eiskalte Berechnung. Harry und Me­ghan sind PR-Profis, sie nutzen ihren Promi-Status, um sich zu bereichern. Das Baby löst gerade eine gigantische Werbe-Kampagne in eigener Sache aus. In England ist Moderator Piers Morgan der größte Kritiker: „Das ist reine Ironie. Das Paar wütet wochenlang gegen die Royals und dann nennen sie ihr Baby nach der Queen.“ Auch Expertin Lisbeth Bischof ist erstaunt: „Sie wollten weg vom Königshaus, weil sie zu wenig Privatleben hatten. Jetzt sind sie täglich durch selbst lancierte Meldungen in allen Zeitungen.“

Übrigens: Die Internetseite lilibetdiana.com wurde am Tag der Geburt reserviert.

Adels-Expertin: "Name nicht aus Liebe zur Queen ausgesucht"

Lisbeth Bischof ist seit vielen Jahren Österreichs führende Adels-Expertin.

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ÖSTERREICH: Ist der Name jetzt ein Friedensangebot?

Lisbeth Bischof: Es zeigt vor allem die Zerrissenheit im Leben von Harry und Meghan. Sie kritisieren das Königshaus, andererseits nennen sie ihr Kind Lilibet. Das ist der Kosename der Queen, das ist sehr privat, ihr verstorbener Mann Prinz Philip hat sie jahrzehntelang so genannt. Es ist aber auch ein Festhalten am Königshaus.

ÖSTERREICH: Was war die Intention?

Bischof: Ich empfinde es nicht als Versöhnungsversuch. Wenn man das Leben der beiden beobachtet: Da ist alles PR-mäßig gesteuert. Ich glaube nicht, dass der Name aus Liebe zur Queen ausgesucht wurde. Zuerst kritisieren sie das Königshaus vor einem ­Millionenpublikum, dann nennen sie das Kind so. Das hat einen bitteren Beigeschmack.

ÖSTERREICH: Wie wird diese Geschichte enden?

Bischof: Ich glaube, es ist nicht die Intention von ­Harry, dass er zurück ins enge Korsett des Königshauses will. Ich glaube aber, es schmerzt, dass er vom Geldhahn abgeschnitten ist.

ÖSTERREICH: Hilft das jetzt?

Bischof: Nein, eher im Gegenteil …