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Rosen-Falle zum Valentinstag: Darum sollten Sie keine Rosen verschenken

13.02.2026

Rote Rosen gelten als das ultimative Liebessymbol, doch ausgerechnet zum Valentinstag haben sie eine ziemlich dunkle Seite. 

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Der Valentinstag steht morgen an und der erste Griff geht am Tag der Liebe fast automatisch zu roten Rosen. Weil: Was schreit mehr nach Romantik als ein klassischer Rosenstrauß? Leider ziemlich vieles. Denn ausgerechnet Rosen sind, vor allem im Winter, alles andere als eine gute Idee.

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Rosen im Februar? Klingt romantisch, ist aber problematisch

So schön der Gedanke auch ist: Rosen haben um diese Jahreszeit in Europa eigentlich keine Saison. Und genau hier beginnt das Problem. Die meisten Schnittrosen, die Sie jetzt kaufen können, kommen aus weit entfernten Anbauländern. Und viele von ihnen sind laut Umweltorganisationen hoch mit Pestiziden belastet, teilweise sogar mit Wirkstoffen, die in der EU längst verboten sind.

Die CO2-Bilanz ist alles nur nicht romantisch

Ein weiterer Punkt, über den beim spontanen Blumenkauf kaum jemand nachdenkt: der Transport. Viele Rosen werden per Flugzeug nach Europa gebracht. Und das bedeutet automatisch eine schlechte CO2-Bilanz. Ganz so schwarz-weiß ist die Sache zwar nicht. Eine Studie hat gezeigt, dass Fairtrade-Rosen aus Kenia unter bestimmten Umständen sogar klimafreundlicher sein können als stark beheizte Gewächshausrosen aus den Niederlanden.

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Der Grund: In Ostafrika wachsen Rosen ganzjährig unter freiem Himmel, während in Europa im Winter enorme Mengen Energie nötig sind, um Gewächshäuser zu beheizen. In der Untersuchung verursachte ein Strauß Fairtrade-Rosen aus Kenia trotz der langen Transportwege mindestens 66 Prozent weniger CO2 als Rosen aus niederländischen Gewächshäusern. Klimafreundlich ist ein Valentinsstrauß dadurch aber noch lange nicht automatisch.

Das nächste Problem: Wasser, Monokulturen und Pestizide

Ein großer Teil der afrikanischen Rosen stammt aus der Region rund um den Naivashasee in Kenia. Dort verbraucht der Rosenanbau enorme Wassermengen, in einer Gegend, die regelmäßig unter Wasserknappheit leidet.

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Dazu kommen:

  • riesige Monokulturen
  • verdrängte Biodiversität
  • und ein weiterhin hoher Einsatz von Pestiziden

Kurz gesagt: Der schöne Strauß hat oft eine ziemlich unschöne Geschichte.

Ganz auf Blumen verzichten? Muss nicht sein

Wer am Valentinstag trotzdem nicht auf Blumen verzichten möchte, sollte zumindest genau hinschauen. Es empfiehlt sich, auf bestimmte Siegel zu achten, zum Beispiel:

  • Bio-Siegel
  • Fairtrade-Siegel
  • und das sogenannte Slowflower-Siegel

Die beste Wahl sind Bio-Blumen oder Bio-Pflanzen, die möglichst aus der Region stammen. Bio-Blumen, etwa mit EU-Bio-, Demeter-, Bioland- oder Naturland-Siegel, werden ohne chemisch-synthetische Pestizide und ohne Mineraldünger produziert. Das Slowflower-Siegel geht noch einen Schritt weiter und setzt bewusst auf Regionalität und Saisonalität -also auf Blumen, die tatsächlich gerade bei uns wachsen und keine Weltreise hinter sich haben. 

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