Notfall-Plan

Wetter-Schock nach den Eisheiligen: Das müssen Sie JETZT mit Ihren Pflanzen tun

13.05.2026

Erst haben wir voller Vorfreude die Pflanzen gesetzt, und jetzt heißt es zittern. Doch wir lassen uns vom Wetter-Tief nicht die Gartenlaune verderben! Mit diesen schnellen Notfall-Tricks überstehen Ihre Pflanzen die kommenden Regentage problemlos.

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Eigentlich dachten wir, wir hätten das Schlimmste überstanden: Die berüchtigten Eisheiligen sind am Freitag offiziell vorbei. Doch das Wetter spielt noch einmal verrückt. Statt frühsommerlicher 20 Grad stürzen die Temperaturen am Wochenende auf knapp über 10 Grad ab. Dazu kündigt sich heftiger Dauerregen an. Damit Ihre harte Gartenarbeit nicht umsonst war und Ihre Pflänzchen diese ungemütlichen Tage unbeschadet überstehen, ist jetzt schnelles Handeln gefragt. Mit diesen 5 Erste-Hilfe-Tipps machen Sie Ihren Garten wetterfest.

So verhindern Sie Staunässe

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Dauerregen bringt eine oft unterschätzte Gefahr mit sich: Ertrinkende Wurzeln. Wenn das Wasser in den Töpfen nicht abfließen kann, fangen die Wurzeln rasch an zu faulen. Entfernen Sie deshalb alle Untersetzer oder Übertöpfe im Freien, in denen sich das Regenwasser sammeln könnte. Stellen Sie Ihre Pflanzkübel stattdessen auf sogenannte "Topffüße", kleine Holzklötze oder Steine. So ist sichergestellt, dass das Wasser durch die Abflusslöcher im Boden jederzeit ungehindert ablaufen kann.

Stützen gegen den Windbruch

Starker Regen kommt selten allein, oft mischen sich ungemütliche Windböen darunter. Hochwachsende Pflanzen und junge Stauden müssen jetzt gestützt werden. Binden Sie Tomaten und Co. gut an Pflanzstäben fest, damit die durch den prasselnden Regen schwer gewordenen Blätter und Äste unter der Last nicht abknicken.

Achtung vor der Schnecken-Invasion

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Viel Nässe und Temperaturen um die 10 bis 15 Grad? Das ist das absolute Traumwetter für Nacktschnecken! Bei diesem Schmuddelwetter machen sie sich mit Vorliebe auf den Weg, um über Ihre frischen, saftigen Setzlinge herzufallen. Schützen Sie Ihre Beete jetzt präventiv mit Schneckenzäunen, Kaffeesatz oder biologischem Schneckenkorn – und sammeln Sie in den frühen Abendstunden sicherheitshalber noch einmal ab, bevor die Tiere ein Festmahl veranstalten.

Kälteempfindliche Pflanzen schützen

Wer kälteempfindliche Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Gurken oder Zucchini bereits voller Euphorie in Kübel und Töpfe nach draußen gestellt hat, sollte jetzt aufpassen. Rücken Sie alles, was mobil ist, dicht an die schützende Hauswand. Dort profitieren Ihre grünen Lieblinge von der abgegebenen Restwärme der Mauer und stehen idealerweise unter einem kleinen Dachüberstand, geschützt vor dem prasselnden Starkregen.

Besonders junge Setzlinge holen Sie für dieses Wochenende am besten kurzzeitig wieder nach drinnen oder in die Garage.

Gartenvlies als Retter in der Not

Ihre Jungpflanzen sind bereits fest ins Beet gepflanzt und können nicht mehr umziehen? Dann brauchen sie jetzt besonderen Schutz. Ein spezielles, atmungsaktives Gartenvlies ist jetzt die beste Wahl. Es isoliert die Pflanzen vor der Kälte und federt gleichzeitig die Wucht der dicken Regentropfen ab.

Legen Sie das Vlies oder leichte Laken locker über die Pflanzen, sodass diese nicht direkt an den nassen Blättern kleben. Nur so kann sich ein schützendes Luftpolster bilden. Für kleine Einzelpflanzen tun es nachts auch umgestülpte Eimer oder durchsichtige Plastikbehälter, die wie ein Mini-Gewächshaus wirken.

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