Katastrophe!
Gucci-Debüt in Mailand: Demnas Schock-Show – War das das Ende des Glamours?
27.02.2026Die ganze Modewelt hielt den Atem an: In Mailand feierte Demna sein lang erwartetes Debüt für Gucci. Doch statt des erhofften Fashion-Feuerwerks gab es Kaugummi-Kauen, Handy-Zücken und eine gehörige Portion „Gucci Trash“. War das mutig oder einfach nur das langweiligste Spektakel der Saison?
Mailand wurde Freitagnachmittag zum Schauplatz einer Show, die die Gemüter spaltet. Als die ersten Klänge von hartem Techno durch die Halle dröhnten, war klar: Der neue Gucci-Vibe ist weit entfernt vom verträumten Maximalismus vergangener Tage. Doch was wir auf dem wohl längsten Laufsteg aller Zeiten zu sehen bekamen, ließ selbst die treuesten Fashion-Fans ratlos zurück.
Tom Ford-Wannabe oder modischer Stillstand?
Wir alle lieben ein bisschen Sex-Appeal auf dem Catwalk. Doch Demnas Versuch, das legendäre Image der Tom-Ford-Ära wiederzubeleben, wirkte leider wie eine müde Kopie. Anstatt High-Class-Erotik sahen wir viel (vermutlich künstliches) Fell, das eher nach „Trash“ als nach „Trend“ schrie.
Die Farbpalette? Fast nicht vorhanden. Zwischen einem Meer aus Jersey-Kleidern in Schwarz, Weiß und Grau blitzte nur gelegentlich ein dunkles Blau oder ein einsames grünes Blumenmuster auf. Wo ist die Magie geblieben, die Gucci einst ausmachte?
Kaugummi, Handys & fragwürdiges Catwalk-Training
Besonders irritierend: Die Inszenierung. Während einige Models in einem superübertriebenen Walk über den Runway stolzierten (oder es zumindest versuchten), wirkten andere, als hätten sie gerade erst das Laufen gelernt. Das Highlight der Skurrilität: Models, die lässig Kaugummi kauten, und ein männliches Model, das mitten auf dem Laufsteg sein Handy auspackte. Sollte das „edgy“ sein? Für uns fühlte es sich eher nach einem verzweifelten Schrei nach Aufmerksamkeit an.
Die Highlight-Looks:
- Low Waist Skinny Jeans: Ein Trend, den wir eigentlich im Jahr 2005 lassen wollten.
- Fanny Packs mit GG-Monogramm: Praktisch, ja – aber ist das noch High-Fashion?
- Hautenge Tops: Bei den Männern drehte sich alles um Sixpacks und Tanktops.
- Barfuß-Auftritte: Ja, richtig gelesen – einige Herren spazierten ganz ohne Schuhe über den Runway.
Ein Lichtblick: Supermodels retten die Show
Wenn Demna eines kann, dann ist es das Casting. Er bekam sie alle: Elsa Hosk, Vittoria Ceretti, Karlie Kloss und Emily Ratajkowski liefen über den Runway. Auch Elon Musks Tochter und Transmodel Vivian Jenna Wilson spazierte über den Catwalk. Als krönender Abschluss beendete Kate Moss die Show. Ein Gänsehaut-Moment, der zumindest kurzzeitig über den fehlenden roten Faden der Kollektion hinwegtröstete.
Doch bei all dem Star-Aufgebot blieb ein bitterer Beigeschmack: Body Diversity? Fehlanzeige. In einer Ära, in der wir Kurven feiern, wirkte das Casting mit seinem Fokus auf „super skinny“ fast schon wie ein Rückschritt in dunkle Mode-Zeiten.
Unser Fazit: Ein Debüt mit vielen Fragezeichen
Demna versuchte, den Gucci-Code zu knacken, ist aber leider bei einer billigen Kopie hängengeblieben. Zuerst super basic, dann plötzlich Leder, zwischendurch ein bisschen Glitzer-Spitze und am Ende elegante Abendmode – die neue Gucci-Welt wirkt aktuell noch sehr zerrissen. Das Handwerk, das wir an italienischen Modehäusern so lieben, blitzte nur viel zu selten auf. Hoffen wir, dass das nächste Kapitel weniger „Trash“ und wieder mehr „Couture“ bereithält.