Wichtiger Lostag
Bauernregel: "Wie’s Wetter am St. Vinzenz war, …"
22.01.2026Der 22. Jänner steht im bäuerlichen Jahreskreis ganz im Zeichen des Heiligen Vinzenz.
Seit Jahrhunderten beobachten Landwirte rund um diesen Tag besonders aufmerksam das Wetter, denn zahlreiche Bauernregeln knüpfen an den Vinzenztag an. Sie spiegeln die Erfahrung wider, dass bestimmte Wetterlagen zu Beginn des Jahres Hinweise auf den weiteren Verlauf von Wachstum, Ernte und Witterung geben können.
- Laut Bauernregel: "Ist der Jänner hell und weiß,.."
- Heizungsluft, Dunkelheit, Kälte? Diese Zimmerpflanzen überleben jeden Winter
- Laut Bauernregel: "Klirrt im Januar Eis und Schnee, gibt es..."
Die wichtigsten Regeln
-
„Wie’s Wetter am St. Vinzenz war, so kann’s auch sein das ganze Jahr.“
Diese Bauernregel bringt die grundlegende Idee vieler Wetterweisheiten auf den Punkt: Der Vinzenztag gilt als eine Art Spiegel des Jahres. Ist das Wetter ausgeglichen und ruhig, hoffen die Bauern auf ein ebenso harmonisches Jahr ohne extreme Wetterereignisse. Stürme, starke Kälte oder anhaltende Nässe am 22. Jänner werden dagegen als Warnsignal verstanden – nicht im wissenschaftlichen Sinn, sondern als überlieferte Mahnung zur Vorsicht. -
„Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee.“
Schnee im Jänner wurde traditionell als Segen gesehen. Er schützt den Boden vor starkem Frost und speichert Feuchtigkeit, die im Frühjahr für das Pflanzenwachstum wichtig ist. Tief verschneite Felder am Vinzenztag galten daher als gutes Zeichen für saftige Wiesen, kräftiges Graswachstum und reiche Heuernte – eine wichtige Grundlage für die Viehhaltung. -
„An Vinzenzi voller Sonnenschein lässt uns hoffen auf Korn und Wein.“
Sonniges Wetter am 22. Jänner weckte Hoffnung auf ein fruchtbares Jahr für Ackerbau und Weinbau. Licht und klare Luft wurden als Zeichen für eine gute Reife von Getreide und Trauben gedeutet. Gerade in Weinregionen hatte diese Regel große Bedeutung, da ein günstiges Jahr über Wohlstand oder Mangel entscheiden konnte.
Auch wenn moderne Meteorologie Bauernregeln längst abgelöst hat, sind sie bis heute ein wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes. Sie verbinden Naturbeobachtung, Erfahrung und Volksglauben – und machen den 22. Jänner zu einem besonderen Tag im bäuerlichen Kalender.
So wird das Wetter am Vinzenztag
Der Donnerstag startet im Donauraum, Waldviertel, Rheintal, im Südosten, sowie in Unterkärnten mit Nebel und Hochnebel. Schon bald setzt sich aber weitgehend die Sonne durch, lediglich in Niederösterreich hält sich der Hochnebel länger. Abseits der Nebelgebiete scheint von der Früh weg die Sonne, nahezu ungestört. Am Nachmittag kommen im Westen erste Wolken auf. Der Wind weht meist schwach, im Nordosten auch lebhaft aus Ost bis Süd. Frühtemperaturen minus 18 bis minus 4 Grad, Tageshöchsttemperaturen minus 5 bis plus 6 Grad, mit den höchsten Werten im Bergland.