Umstritten

Eis-Lady: Ihr Buch ist fertig

© APA/edition A, Die Eislady am 9. November am Weg zum Arzt in Wien
Memoiren von Estibaliz Carranza bald im Handel.
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"Ich machte Holger und Manfred zu Monstern, und sie machten mich letztendlich zu einer Bestie." Das schreibt die wegen zweifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte "Eislady" Estibaliz Carranza in ihren mit der Journalistin Martina Prewein verfassten Memoiren, die nächste Woche in den Handel kommen. "Es gibt nichts zu beschönigen", so die 36-Jährige.

Die Fotos vom damaligen Prozess:

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Estis Erinnerungen beginnen mit dem Moment im Jahr 2011, in dem sie von ihrer Schwangerschaft erfuhr und sie hoffte, dass ihre beiden Morde niemals entdeckt würden und für sie eine glückliche Zukunft beginne. Wenige Tage später fanden Bauarbeiter im Keller unter ihrem Eissalon die sterblichen Überreste ihrer beiden Mordopfer.

Flucht

Die Eis-Lady schildert ihre Flucht nach Udine, wo die Polizei sie in der Absteige eines Straßenmusikers verhaftete. Dann erzählt sie von ihrer Kindheit in Mexiko und Spanien, von ihrer "durch traumatische Erlebnisse geprägten Persönlichkeitsentwicklung", von der Beziehung zu ihren Eltern, von ihrer ersten, unglücklich verlaufenen Liebe und schließlich von den Beziehungen zu ihren späteren Mordopfern.

"Ich glaubte, Männern dienen zu müssen", so die verurteilte Mörderin. "Egal wie sie sich mir gegenüber verhielten." Über ihr zweites Mordopfer sagt sie: "Ich hätte auch Nein sagen, Schluss mit ihm machen können. Ich schaffte es nicht, ich kam einfach nicht von ihm los. So lange nicht. Ich liebte ihn."

Estibaliz Carranza schildert in dem Buch ihre Taten, wie sie unter Einfluss von Psychopharmaka stehend ihren Prozess erlebte, von ihrer Hochzeit im Gefängnis, von der Geburt ihres Sohnes und dem Drama, als die Behörden überlegten, das Kind zur Adoption freizugeben. "Ich bin froh darüber, dass meine Geschichte und damit meine Abrechnung mit mir selbst jetzt jedem, der sie lesen will, zugänglich ist. Egal, ob irgendjemand es mir zugestehen wird, damit etwas bewirken zu können. Etwas, wovon ich nicht einmal selbst genau weiß, was es sein könnte", heißt es.

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