Dampfen

"Doch nicht sicher": Studie enthüllt Krebs-Gefahr bei E-Zigaretten

31.03.2026

Eine neue Untersuchung zeigt: Dampfen ist wohl doch keine sichere Alternative. Laut einer aktuellen Studie können E-Zigaretten Krebs in der Lunge und im Mund verursachen. 

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E-Zigaretten stehen in der Kritik, seit am Montag die Ergebnisse einer umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung im Fachjournal „Carcinogenesis“ erschienen sind. Die Forscher stellen damit die bisherige Darstellung des Dampfens als sichere Variante zum herkömmlichen Rauchen direkt infrage.

„Wenn man alle Erkenntnisse betrachtet – aus klinischen Untersuchungen und Tierstudien, dann werden E-Zigaretten wahrscheinlich Lungenkrebs und Mundkrebs verursachen“, erklärte Studienleiter Bernard Stewart von der University of New South Wales in Sydney.

Gefahr für die Zellen

Die Untersuchung konzentrierte sich erstmals darauf, ob E-Zigaretten eigenständig Krebs auslösen können, ohne sie nur mit Tabakzigaretten zu vergleichen. Da die Geräte erst seit etwa 20 Jahren verbreitet sind, nutzten die Experten Biomarker als frühe Warnsignale im Körper. Dabei kam heraus, dass Dampfer Schwermetalle und Chemikalien aufnehmen, die Entzündungen auslösen und die DNA schädigen können. Krebsforscher Stewart betonte: „Es besteht kein Zweifel, dass die Zellen und Gewebe der Mundhöhle und der Lunge durch das Einatmen von E-Zigaretten verändert werden.“

Tumore in Tierstudien

Besorgniserregend sind auch die in der Untersuchung zitierten Tierversuche. Mäuse, die den Aerosolen von E-Zigaretten ausgesetzt waren, entwickelten deutlich häufiger Lungentumore als die Kontrollgruppe. Auch in der Blase zeigten sich Veränderungen, die mit Krebs in Verbindung stehen. Zwar gibt es laut Stewart noch keine konkreten Zahlen zum exakten Risiko, doch die krebserregenden Effekte zahlreicher Studien aus dem letzten Jahrzehnt seien eindeutig. 

Risiko für Doppelnutzer

Menschen, die sowohl herkömmliche Zigaretten rauchen als auch dampfen. Diese sogenannte Doppelnutzung betrifft laut den Forschern mehr als die Hälfte der Nutzer. Co-Autor Freddy Sitas warnte, dass diese Personen ein vierfach erhöhtes Risiko für Lungenkrebs haben. „Wir sind immer davon ausgegangen, dass Dampfen sicherer ist als Zigaretten, aber was wir zeigen, ist, dass es möglicherweise doch nicht sicher ist“, so Sitas. Experten stellten jedoch klar, dass herkömmliche Zigaretten weiterhin weitaus schädlicher bleiben.