37.000
Höchststand bei Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr
26.02.2026Besonders häufig Radfahrer betroffen. Zweitgrößter Anteil an Getöteten bei Unfällen mit schweren Lkw seit 1992
In den ersten drei Quartalen des Vorjahrs sind laut Statistik Austria mehr als 37.000 Personen bei Straßenverkehrsunfällen in Österreich verletzt worden. Das ist der höchste Wert für den Zeitraum Jänner bis September seit 2016. Auffällig sei auch der zweithöchste Anteil Verkehrstoter bei Unfällen mit schweren Lkw seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen 1992, wie das statistische Amt der Republik am Donnerstag mitteilte.
- Massen-Crash und L17-Auffahrunfall auf Inntalautobahn
- Straße bricht plötzlich ein - Autos stürzen in riesiges Loch
- Helm-Pflicht für E-Scooter: Das wird neu auf unseren Straßen
"Zwischen Jänner und September 2025 wurden rund 37.000 Personen bei Straßenverkehrsunfällen in Österreich verletzt, um rund 900 mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahres", sagte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Die größten Zunahmen seien im Vorarlberg mit plus acht Prozent und im Burgenland mit plus sechs Prozent zu verzeichnen. In diesen Bundesländern gab es so viele Verletzte wie seit 2016 bzw. 2012 nicht mehr.
2.221 Radfahrer im Vorjahr verletzt
Auch die Zahl der Leichtverletzten stieg um drei Prozent, jene der Schwerverletzten um zwei Prozent. Insgesamt verletzten sich mehr als 6.500 Personen zwischen Jänner und September 2025 im Straßenverkehr schwer. Damit wurde die höchste Zahl in den vergangenen 14 Jahren erreicht. Besonders betroffen waren Radfahrerinnen und Radfahrer, hier verletzten sich 2.221 Personen schwer. Das waren drei Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt entspricht diese Gruppe 34 Prozent aller Schwerverletzten und entsprach dem höchsten Wert aller schwer verletzten Radfahrerinnen seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen 1992.
Sechs von zehn Radfahrende (61 Prozent) verunglückten bei Alleinunfällen. Danach folgten Motorradlenker (1.371) und erst danach Pkw-Insassen (1.305). Die Zahl der schwerverletzten Pkw-Insassen sowie der Fußgänger (478) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um je minus sechs Prozent.
Zweitgrößter Anteil an Getöteten bei Unfällen mit schweren Lkw
Etwa jeder fünfte Verkehrstote (18,5 Prozent) verunglückte zwischen Jahresbeginn und September 2025 bei Unfällen, an denen ein schwerer Lkw mit über 3,5 Tonnen Gewicht beteiligt war. Das ist laut Statistik Austria der zweitgrößte Anteil seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen 1992. Mit 18,8 Prozent erreichte der Wert im Jahr 2010 seinen bisherigen Höchstwert. Bei diesen Schwer-Lkw-Unfällen kamen 58 Personen um Leben, davon 29 Pkw-Insassen, zwölf Fußgänger und acht Motorrad-Fahrer. Zudem starben fünf Lkw-Lenker bzw. -Mitfahrer und vier Radfahrer. Im Vergleichszeitraum 2024 verloren nur 35 Personen bei derartigen Unfällen ihr Leben.
Besonders tragisch zeigt sich die Statistik auch für Kinder: Von Jänner bis September 2025 wurden 2.872 Kinder bis 14 Jahren bei Straßenverkehrsunfällen verletzt, weitere sieben starben. Das ist in Kombination der höchste Wert verletzter und getöteter Kinder in den ersten drei Quartalen in den vergangenen 18 Jahren. Der Großteil der Kinder (42 Prozent) verunglückte mit dem Fahrrad (23,7 Prozent) oder dem E-Scooter (18,5 Prozent). Das entspricht laut Statistik Austria einem Plus von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 60 Prozent der verunglückten Kinder, die mit einem Rad unterwegs waren, trugen zum Unfallzeitpunkt einen Helm - bei den E-Scooter-Fahrern waren es nur 17 Prozent.