Anzeige erstattet
Jäger erschoss Border Collie: Besitzer geschockt
11.01.2026Cooper war auf der Stelle tot.
Der furchtbare Vorfall ereignete sich kurz nach Weihnachten am 27. Dezember. Fabian P. (30) war gerade mit seinem geliebten Border Collie namens Cooper auf einem eingeschneiten Forstweg in Pettenbach unterwegs, als plötzlich ein Jäger von seinem Hochstand aus nächster Nähe auf das Tier feuerte. Bei der Waffe dürfte es sich um eine Schrotflinte gehandelt haben.
Cooper wurde im Bereich der Rippen getroffen und war auf der Stelle tot. Das Tier kippte um und blieb leblos im Schnee liegen. Für den Besitzer brach an diesem Tag eine Welt zusammen.
Noch vor Ort krachte er mit dem Jäger zusammen. "Sie haben meinen Hund, der wie ein Kind für mich ist, erschossen", konfrontierte er den Schützen. Dieser entschuldigte sich und bot Fabian P. an, einfach ein neues Tier für ihn zu besorgen. Erklärte aber, dass man im Jagdrevier keinen Hund frei laufen ließe.
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Doch für den Besitzer von Cooper ist der Fall damit keinesfalls erledigt. Er erstattete bereits Anzeige wegen Tierquälerei und Sachbeschädigung. Auch würde auf Schadenersatz geklagt werden. "Aber natürlich ersetzt kein Geld der Welt meinen Cooper", so der 30-Jährige.
Warum es überhaupt zu dem Vorfall gekommen war, ist noch nicht klar. Der Jäger soll laut Fabian P. vor Ort noch gesagt haben, dass er den Hund mit einem Fuchs verwechselt hatte. Im Nachhinein hätte der Schütze dann allerdings behauptet, dass Cooper auf der Fährte eines Rehs gewesen war. "Es war klare Sicht, Cooper hatte ein gelb-grünes Geschirr an, lief langsam unter dem Hochstand durch und wurde dann wenige Meter weiter erschossen", sagt Fabian P. "Ich selbst war nur fünf Meter entfernt, der Jäger hätte mich sehen müssen."
"Er war mein Therapeut, mein bester Freund"
Der Hundebesitzer kann noch immer nicht fassen, dass sein Cooper tot ist. "Er war mein Therapeut, mein Kind, mein bester Freund. Er war überall dabei. Es ist so schlimm, dass er nicht mehr lebt." Nun hofft Fabian P., obwohl er es selbst nicht glaubt, dass der Schütze sein Gewehr abgibt und nie mehr auf die Jagd geht.
Laut Jürgen Stadler von der Pfotenhilfe ist die Jagd zwar weitgehend aus dem Tierschutzgesetz ausgenommen, strafrechtlich können allerdings für die mutwillige Tötung von Tieren bis zu zwei Jahre Haft drohen.