Wegen Brandgefahr

Kaum Regen in Wien – Jetzt könnten Grillverbote kommen

02.05.2026

In der Hauptstadt spitzt sich die Lage wegen anhaltender Trockenheit zu. Noch besteht keine akute Gefahr, doch die Behörden bereiten bereits mögliche Einschränkungen vor. 

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Seit Wochen bleibt der Regen in Wien weitgehend aus. Laut Daten von GeoSphere Austria fielen zwischen Anfang März und Ende April nur 38 Millimeter Niederschlag, deutlich weniger als üblich. Im langjährigen Schnitt wären es rund 92 Millimeter gewesen. Noch trockener war es zuletzt im Jahr 2020.

Extrem trockener Frühling 

Damit zählt die aktuelle Saison zu einer der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch ein Blick in die Prognosen lässt wenig Hoffnung zu: In den kommenden Tagen ist weiterhin kaum Regen in Sicht. Während in anderen Bundesländern die Situation bereits eskaliert ist und es etwa in Kärnten und der Steiermark zu größeren Waldbränden kam, ist die Lage in Wien noch etwas entspannter. Experten führen das vor allem auf die Struktur der Wälder zurück. 

Warum Wien (noch) verschont bleibt

Die Forstbetriebe der Stadt betonen, dass aktuell keine akute Waldbrandgefahr herrscht. Grund dafür ist vor allem die Vegetation: Frischer Bewuchs am Boden sowie neu ausgetriebene Blätter in den Baumkronen sorgen für mehr Feuchtigkeit im Wald. Zudem unterscheiden sich Laubmischwälder deutlich von trockeneren Nadelwäldern, wie sie in anderen Regionen häufiger vorkommen. 

Maßnahmen stehen bereit

Trotzdem wird die Entwicklung genau beobachtet. Sollte die Trockenheit weiter anhalten und kein Niederschlag einsetzen, könnte rasch reagiert werden. Ein möglicher nächster Schritt wäre eine offizielle Waldbrandverordnung. Diese hätte direkte Folgen für die Bevölkerung: Öffentliche Grillplätze und Grillzonen müssten geschlossen werden.  

Noch gibt es keine akuten Einschränkungen, doch klar ist: Wenn der Regen weiter ausbleibt, könnte es für Wienerinnen und Wiener bald erste Verbote geben.