Schnee-Chaos
Mehrere Verschüttete nach Lawinenabgängen in Tirol
20.02.2026Mehrere Lawinenabgänge haben Freitagvormittag in Tirol zu groß angelegten Suchaktionen der Einsatzkräfte geführt.
Laut Leitstelle Tirol gab es offenbar mehrere Verschüttete, gesicherte Informationen lagen aber vorerst nicht vor. So sollen bei Lawinenabgängen im freien Skiraum in Hochfügen und Aschau im Zillertal sowie in Nauders im Bezirk Landeck insgesamt vier Wintersportler betroffen gewesen sein.
Auch im freien Skiraum nördlich der 12er Sportiv-Piste in Fiss im Bezirk Landeck kam es zu einem Lawinenabgang. Es wurde eine Suche nach möglichen Verschütteten eingeleitet. Diese verlief aber ergebnislos, somit konnte die Suchaktion beendet werden, sagte ein Sprecher der dortigen Bergbahnen zur APA. Die gesicherte Piste war nicht betroffen.
Lawine erfasste Bus - Keine Verletzten
Großes Glück hatten indes Freitagfrüh zwölf Insassen eines Busses in Bach im Tiroler Bezirk Reutte gehabt. Gegen 5.00 Uhr ging eine Lawine auf die Lechtalstraße (B198) nieder, erfasste den Bus und schob ihn von der Straße ab. Verletzt wurde niemand, sagte ein Polizeisprecher zur APA. Es soll sich laut Medienberichten um einen Firmenbus mit Mitarbeitern gehandelt haben. Im Einsatz standen die Bergrettung Elbigenalp - sie sondierte den Lawinenkegel - sowie Polizei und Straßenmeisterei. Eine lokale Umleitung wurde eingerichtet.
In großen Teilen des Bundeslandes herrschte vor allem in höheren Lagen weiter Lawinengefahrenstufe 4, also große Gefahr. Mit Neuschnee und starkem Westwind entstanden Triebschneeansammlungen, die an allen Expositionen oberhalb der Waldgrenze sehr störanfällig waren. Schneebretter könnten teilweise in tiefe Schichten durchreißen und groß werden, wurde gewarnt.
Zwei Lawinentote in vergangenen Tagen
Land und Lawinenwarndienst appellierten zudem eindringlich an Wintersportler, von Touren und Fahrten im freien Skiraum abzusehen. In den vergangenen Tagen waren zwei Lawinentote zu beklagen und zahlreiche Einsätze zu verzeichnen gewesen.