Kremser Gemeinderat

Auch zweiter Politiker bekam anonym Pralinen!

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Erste heiße Spur der Polizei im Giftanschlag auf Bürgermeister Hirtzberger. Auch ein Kremser Politiker könnte vergiftete Pralinen erhalten haben.

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„Ich hoffe sehr, dass es kein Spitzer ist, der das Attentat verübt hat“, sagt Alice Donabaum. Die Ehefrau von Starwinzer Martin Donabaum fragt sich, was sich derzeit alle Bewohner der kleinen Ortschaft in der Wachau fragen: Wer hatte ein Motiv, Bürgermeister Hirtzberger zu vergiften? Und vor allem: welches Motiv?

Nicht nur der feige Anschlag auf Hannes Hirtzberger verunsichert die Gemeinde: Wie jetzt bekannt wurde, erhielt auch der Kremser ÖVP-Gemeinderat Josef Deißenberger am Donnerstag Pralinen der Marke Merci von einem unbekannten Absender. Der Lokalpolitiker zeigt sich im ÖSTERREICH-Gespräch erschüttert: „Die Packung habe ich sofort an die Polizei übergeben“ (siehe Interview unten). Ob ein Zusammenhang besteht, wird derzeit ermittelt.

Gift-Praline
Wie berichtet, liegt Hannes Hirtzberger, Ortschef von Spitz, seit Samstag in künstlichem Tiefschlaf. Er wurde vergiftet – mit Mon Cheri-Pralinen, in die das Rattengift Strychnin injiziert worden ist. Hirtzberger fand das tödliche Präsent zusammen mit einem Liebesgruß Freitagabend auf der Windschutzscheibe seines schwarzen Mercedes. Samstag, auf dem Weg in seine Kanzlei in Krems, aß der Jurist ein Bonbon – und sackte eine Viertelstunde später zusammen. Seither liegt der 55-Jährige im Landesklinikum Krems im Koma. Seit Montag scheint er außer Lebensgefahr.

Heiße Spur
„Wer erfolgreich ist, hat Neider“, meint Franz Hick aus Spitz. „und Hannes hatte Erfolg – als Ortschef und Anwalt.“ Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Chefinspektor Leopold Etz: „Wir wissen jetzt, dass die Pralinen zwischen 18 und 19 Uhr auf das Auto gelegt wurden – und haben Fingerabdrücke auf der Windschutzscheibe gefunden.“