Sanierungsverfahren
Interio mit 6,8 Mio. Euro Miesen erneut in Insolvenz
12.03.2026Das Sanierungsverfahren über das Möbelhaus Interio mit Sitz in Vösendorf (Bezirk Mödling) ist gestern eröffnet worden, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit. Das Unternehmen war erneut in die Insolvenz geschlittert. Von der Insolvenz betroffen sind 37 Beschäftigte.
Die „Magazin 07 Möbel und Einrichtungen Vertriebsgesellschaft“ war bereits 2024 insolvent. Damals wurde ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent beschlossen.
Laut AKV wurden 15 Prozent davon bezahlt, womit rund drei Viertel der damaligen Forderungen getilgt waren. Die ursprünglichen Forderungen würden nun mit 25 Prozent wieder aufleben, wie es vom AKV heißt.
Gestiegene Energiekosten als Hauptgrund
Der letzte Teil der Sanierungsplanquote wäre mit 31. März 2026 fällig gewesen. Trotz umgesetzter Maßnahmen sei es Interio aber nicht gelungen, die benötigten Mittel zu erwirtschaften, so der AKV. Vor allem gestiegene Energie- und Personalkosten hätten das Unternehmen neuerlich in die Insolvenz gedrängt. Interio beschäftigt aktuell 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre Löhne sind seit Februar offen. Das Unternehmen verkauft Möbel, Einrichtungsgegenstände und Hausrat und betreibt Filialen in Wien, Linz und Graz. Die Aktiva belaufen sich auf 154.000 Euro, dem stehen Verbindlichkeiten in der Höhe von 6,8 Millionen Euro gegenüber. Rund 70 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen. Interio will den Betrieb fortführen und seinen Gläubigern erneut einen Sanierungsplan vorlegen. Vorgesehen sei eine Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme durch die Gläubiger.