Hochwasser in OÖ

Entspannung nach Rekordregen

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Die Hochwassersituation in Oberösterreich hat sich seit Dienstagnachmittag deutlich entspannt. Die Pegel der meisten Flüsse sind rückläufig und die Aufräumarbeiten konnten beginnen.

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Der Wasserstand der Traun sinkt seit Dienstag ebenfalls und an den meisten Messstellen der Donau fallen die Pegel. Die Bäche im Innviertel und im Salzkammergut, die am Montag über die Ufer getreten waren und einige Straßen unpassierbar gemacht haben, gehen ebenfalls langsam zurück.

Steyr am stärksten betroffen
Im Gegensatz zum Bundesland Niederösterreich ist Oberösterreich mit der Ausnahme Steyr nur knapp eine neue Hochwasser-Katastrophe entgangen. In Gmunden fielen etwa 119 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Stadt Steyr wurde am stärksten getroffen: Verbindungstrassen wurden getrennt und es wurden bis zu 30 Häuser überflutet. Die Aufräumarbeiten wurden begonnen, gehen jedoch vorerst aufgrund des nach wie vor erhöhten Wasserpegels nur schwer voran.

Auch in Bad Ischl ist es in der Nacht auf Dienstag auf dem Verbindungsweg von der Jainzendorferstraße zur Kreuterer Straße zu einem Hangrutsch gekommen. Rund 30 Kubikmeter aufgeweichtes Erdreich haben einen Weg beschädigt. Dieser wurde sofort gesperrt. Eine Gefährdung oder Verletzung von Personen liegt nicht vor, so die Sicherheitsdirektion Oberösterreich.

Investitionen für Hochwasserschutz
Angesichts des steigenden Hochwasserrisikos betonte Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (G) am Dienstag die steigende Bedeutung der Schutzwasserwirtschaft. In den kommenden zehn Jahren würden rund 500 Mio. Euro in naturnahen Hochwasserschutz investiert, kündigte er an. Allein heuer werde an 157 Projekten gearbeitet, zwölf davon wurden bereits abgeschlossen, 95 sind gerade in Umsetzung und weitere 50 werden noch heuer begonnen, berichtete Anschober.

Prognose für die nächsten Tage
Für Mittwoch und Donnerstag werden kaum Regenschauer erwartet, doch bereits am Wochenende könnte die Situation erneut gefährlich werden.