Zoo Schmiding

Neugeborenes Nashornbaby sorgt mit übergroßen Füßen für Schmunzler

30.01.2026

Das letztgeborene Nashornbaby ist im Zoo Schmiding wenige Tage nach der Geburt gestorben. Nuru geht es hingegen gut, er wog bei Geburt 52 Kilogramm. 

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© Zoo Schmiding
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Krenglbach. Große Freude im Zoo Schmiding im Bezirk Wels-Land: Vor wenigen Tagen wurde ein männliches Breitmaulnashorn geboren. Um 3.43 Uhr kam das Jungtier im Stall zur Welt. Mittlerweile ist der Kleine bereits am Areal unterwegs. 

Muttertier Niki, eine sehr erfahrene Nashornkuh, die 2012 das erste jemals in Österreich geborene Nashorn im Zoo Schmiding zur Welt brachte, kümmerte sich von Beginn an fürsorglich um ihren Nachwuchs. Bereits um 6.45 Uhr fand das Jungtier, das auf den Namen Nuru (Bedeutung: Licht, ruhig, stark) getauft wurde, erstmals die Zitze,  „Niki ist eine sehr ruhige und aufmerksame Mutter. Sie bietet ihrem Jungtier immer wieder gezielt die Zitze an und bleibt dabei entspannt. Dass Nuru so ruhig trinkt, neugierig seine Umgebung erkundet und immer wieder die Nähe seiner Mutter sucht, sind für uns sehr positive Zeichen und ein wunderschöner Start,“ sagt Julia Mitterbauer, leitende Tierpflegerin im Zoo Schmiding.

Mit einem Geburtsgewicht von ganzen 52 Kilogramm wirkt Nuru trotzdem im Vergleich zu einem ausgewachsenen Nashorn noch winzig, er wird allerdings rasch an Gewicht zulegen. Bereits nach einem Jahr kann ein Nashornkalb ein Gewicht von bis zu 400 Kilogramm erreichen. Auffällig sind im jungen Alter seine überdurchschnittlich großen Füße, zwar typisch für Nashornbabys aber ein Anblick, der immer wieder für Schmunzeln sorgt.

Auch ersten spielerischen Momente ließen nicht lange auf sich warten: Beim morgendlichen Reinigen des Stalls blieben kleine Wasserpfützen zurück, die der junge Nashornbulle neugierig erkundete. Dabei wirkte es fast so, als würde er vergnügt durch die Pfützen tanzen. Gleichzeitig sucht Nuru immer wieder die Nähe seiner Mutter und legt sich gerne an ihren Kopf, um zu ruhen – ein deutliches Zeichen für die enge Bindung zwischen Mutter und Kalb.

Die Freude über den aktuellen Nachwuchs ist im Team besonders groß, da das letzte Nashornkalb von Mama Renette wenige Tage nach der Geburt an einem angeborenen Defekt des Verdauungstraktes verstarb. 

Sehr lange Tragzeit

Mit einer Tragzeit von rund 16 bis 18 Monaten zählen Nashörner zu den Landsäugetieren mit den längsten Tragezeiten überhaupt – nur Elefanten tragen ihren Nachwuchs noch länger. Nashornkälber werden etwa ein Jahr lang gesäugt, beginnen aber bereits nach wenigen Monaten, feste Nahrung zu erkunden.