10.000 Beschäftigte

Ordensspitäler Oberösterreich - Beschäftigte stimmten KV-Angebot zu

25.03.2026

3,3 Prozent plus bei Gehalt und Zulagen kommen ab Juli. 

Zur Vollversion des Artikels
© vida
Zur Vollversion des Artikels

. Nach acht Verhandlungsrunden und zwei Streiktagen hat das nicht-ärztliche Personal in den oberösterreichischen Ordensspitälern das Kollektivvertragsangebot des Arbeitgebers angenommen. 88 Prozent der rund 10.000 Beschäftigten stimmten dafür. Es sieht vor, die Gehälter und Zulagen ab Juli um 3,3 Prozent zu erhöhen, Laufzeit ein Jahr. Der Zeitbonus der Beschäftigten wurde um 15 Stunden pro Jahr erhöht, berichtete die Gewerkschaft vida.

Die Arbeitnehmer hatten ursprünglich eine Reduktion der Wochenarbeitszeit von 40 auf 35 Stunden, zuletzt auf 37 Stunden gefordert. Die Erhöhung des Zeitbonus sei "ein wichtiges Signal, aber noch keine strukturelle Lösung", hieß es in der Aussendung am Mittwoch. "Diese Verbesserung zeigt klar: Der Einsatz der Beschäftigten - ihre Organisation, ihre Streiks und ihre Solidarität - hat Wirkung gezeigt. Ohne diesen Druck hätte es dieses Ergebnis nicht gegeben", betonte vida-KV-Verhandlerin Martina Reischenböck.

Die zentrale Forderung nach einer echten Arbeitszeitverkürzung bleibe aufrecht. Für deren Umsetzung sieht die Gewerkschaft vorrangig die Politik in der Pflicht. "Eine nachhaltige Entlastung im Gesundheitsbereich wird es nur geben, wenn die politischen, finanziellen Rahmenbedingungen dafür zur Verfügung gestellt werden. Hier gilt: besser jetzt handeln als später", so Reischenböck.

Weitere Artikel