Viele Tunnel, Brücken und Straßen stammen aus der Nachkriegszeit, eine Sanierungswelle steht bevor.
OÖ. Während im Jahr 2025 noch rund 88,4 Millionen Euro in die Erhaltung der Straßeninfrastruktur investiert wurden, stehen 2026 bereits 105 Millionen Euro zur Verfügung. Darin
enthalten sind auch 12 Millionen Euro Zusatzmittel, mit denen weitere Sanierungsmaßnahmen rasch umgesetzt werden können. "Parallel dazu wird auch weiterhin gezielt in den Neubau investiert", sagt Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Hier bleibe das Budget auf dem Vorjahresniveau - von 55,3 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 56 Millionen Euro im Jahr 2026.
Im Bauprogramm 2026 werden landesweit rund 160 Baumaßnahmen im Bereich Straßenneubau und -erhaltung umgesetzt – verteilt auf etwa 6.000 Kilometer Landesstraßen. Ergänzend dazu werden im Bereich Brücken- und Tunnelbau rund 30 größere Maßnahmen durchgeführt oder begonnen.
Im Bezirk Braunau am Inn wird mit der Umfahrung Mattighofen–Munderfing (B147) ein zentrales Verkehrsprojekt umgesetzt und im Bezirk Eferding wird mit der Umfahrung Pupping und Karling (B130) bis Herbst ein wesentliches Entlastungsprojekt realisiert.
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Im Bezirk Linz-Land wird mit der Umfahrung Haid – 2. Teil (B139) ein weiteres Großprojekt umgesetzt. Die B139 Kremstalstraße ist die zentrale Verkehrsachse zwischen Linz und dem Kremstal und mit rund 26.000 Fahrzeugen täglich eine der am stärksten belasteten Straßen Oberösterreichs. Die Baufeldfreimachung ist bis Frühjahr 2027 vorgesehen.
Im Bezirk Gmunden wird mit der Instandsetzung der Halbbrücke und Quellenüberbrückung im Bereich Obertraun/Hallstatt ab Oktober ein Projekt im Weltkulturerbe Hallstatt im Salzkammergut umgesetzt. Die Landesstraße entlang des Hallstätter Sees ist für den Tourismus in einer der meistbesuchten Regionen Oberösterreichs von großer Bedeutung.
Bevor die Sommerfrischler kommen soll auch die Agerbrücke in Seewalchen am Attersee (Bez. Vöcklabruck) bis Juni fertig saniert sein.