Nach großen Reform-Ankündigungen bleibt jetzt doch alles beim Alten: Für die heurige Matura gibt es eine überraschende Kehrtwende – und die sorgt für Diskussionen.
Bei der mündlichen Matura im Juni wird keine Mindestquote eingeführt. Damit bleibt die Regelung trotz früherer Pläne bestehen. Das bedeutet: Schüler müssen weiterhin keine fixe Punkteanzahl erreichen, um die Prüfung zu bestehen.
- Social-Media-Verbot für Teenies? London startet großen Testlauf
- Alarmbericht zu Wiener Krisenzentren: Volkspartei mit scharfer Kritik
- "Einkaserniert im Container“: 650 Schüler warten seit Jahren auf ihre Schule
Regel gilt weiterhin
Wer im Jahreszeugnis nicht schlechter als einen Dreier hat und bei der schriftlichen Matura mindestens 30 Prozent erreicht, muss bei der mündlichen Prüfung nur mitwirken. Durch diese Regelung sind viele Schüler praktisch vor dem Durchfallen geschützt.
Corona-Regel bleibt bestehen
Die aktuelle Praxis geht noch auf die Corona-Zeit zurück. Seit damals wird die Jahresleistung stärker berücksichtigt und kann die Maturanote entscheidend beeinflussen. Liegt ein Ergebnis zwischen zwei Noten, entscheidet zusätzlich die schriftliche Prüfung.
Reform kommt später
Eigentlich war geplant, die Regeln zu verschärfen. Doch diese Reform wurde verschoben. Änderungen sind erst ab 2027 vorgesehen. Bis dahin bleibt es für Maturanten bei den bisherigen, deutlich lockereren Vorgaben.
Für viele Schüler bedeutet das vor allem eines: weniger Druck bei der mündlichen Prüfung. Die große Reform lässt weiter auf sich warten und die Matura bleibt vorerst deutlich einfacher als ursprünglich geplant.