Nach Gutachten
Toter Border Collie Cooper bringt Diskussion über Jagdgesetz
15.01.2026Ein Gutachten belegt, dass es Schwachstellen im Gesetz gibt.
OÖ. Nur drei Tage nach Weihnachten wurde in Pettenbach (Bez. Kirchdorf), wie berichtet, ein Border Collie von einem 84-jährigen Ex-Offizier erschossen. Weil er den frei laufenden Hund für einen Fuchs hielt, drückte der betagter Jäger ab und tötete den vierjährigen Cooper. "Er war mein bester Freund, mein Therapeut, mein Ein und Alles“, sagt Fabian Pritz (30). Seitdem fürchten viele Hundebesitzer, dass auch ihr Schützling erschossen werden könnte.
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„Schätzungen gehen davon aus, dass über 30.000 Haustiere jährlich von Jäger:innen in Österreich erschossen werden, teils sogar, nachdem sie in Lebendfallen gefangen wurden,“ so Michaela Lehner, leitende Juristin von Tierschutz Austria.
Bereits vor dem Vorfall mit dem Border Collie , hatten sich Juristen der Johannes Kepler Universität (JKU) aufgrund anderer Fälle mit der Thematik befasst. „Rechtlich sollte man – vor dem Hintergrund, dass es sich um einen Eigentumseingriff handelt und von der Mensch-Tierbeziehung gar nicht zu sprechen – viel strengere Voraussetzungen normieren oder auf die Regelung bestenfalls ganz verzichten", heißt es seitens der JKU. Das Gesetz in Salzburg sei besser formuliert - der Hund muss aufgrund seiner Größe eine reale Gefahr darstellen und der Abschuss ist ausschließlich im Wald erlaubt.
Jagd-Landesrätin verweist auf Lehrmeinung
Einiges davon gelte auch in Oberösterreich, heißt es aus dem Büro der Jagd-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) gegenüber orf.at. Zwar stehe es nicht im Gesetz, es gebe aber Erläuterungen dazu.