1,3 Kinder pro Frau
Salzburg: Starker Rückgang bei Geburten
18.02.2026Salzburg verzeichnet einen starken Rückgang bei den Geburten, besonders im Flachgau. Kindergärten und Krabbelstuben spüren die Auswirkungen, die Bevölkerung wächst nur noch durch Zuzug.
Salzburg verzeichnet seit einigen Jahren auffallend niedrige Geburtenzahlen, was sich bereits in Kindergärten und Krabbelstuben bemerkbar macht. Derzeit bekommt eine Frau im Schnitt nur 1,3 Kinder, das entspricht rund 5.200 Neugeborenen pro Jahr.
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In den letzten drei Jahren lag die Zahl jedoch durchschnittlich etwa 900 Kinder niedriger. Landesstatistiker Stefan Senn erklärt, dass man eine solche Entwicklung zuletzt in den 1970ern beobachtet habe, damals aufgrund der Einführung der Pille. Heutzutage gebe es keinen klaren Auslöser.
Deutlich weniger Kinder zwischen null und vier Jahren
In Salzburg gibt es deutlich weniger Kinder zwischen null und vier Jahren als in der Altersgruppe fünf bis neun Jahre. Besonders im Flachgau sind etwa 940 Kinder weniger betroffen. In Neumarkt zählte man im Jänner 2025 308 Kinder im Alter von null bis vier Jahren, 93 weniger als üblich, während Fünf- bis Neunjährige bei 401 lagen.
Auch Straßwalchen und andere Gemeinden registrieren einen Rückgang. Bürgermeisterin Tanja Kreer erklärt, man reagiere durch alterserweiterte Gruppen in den Kindergärten, statt Gruppen zusammenzulegen. Bürgermeister David Egger-Kranzinger betont, dass sich der Rückgang auch in den Betreuungsangeboten bemerkbar mache.
Seit 2023 mehr Sterbefälle als Geburten
Parallel zu den niedrigen Geburten steigt das Durchschnittsalter. Seit 2023 sterben mehr Menschen als geboren werden, zuletzt war dies 1918 der Fall. Die Bevölkerung kann nur noch durch Zuzug wachsen, Experten halten eine Geburtenrate über zwei Kinder pro Frau für unrealistisch. Das bedeutet weniger Kleinkinder und langfristig auch weniger Volksschulkinder.