LH Stelzer zufrieden

Gegen den Bundestrend: Deutliches Minus bei Einbürgerungen in OÖ

Während österreichweit die Einbürgerungszahlen kräftig steigen, geht Oberösterreich einen anderen Weg. Als einziges Bundesland verzeichnet es einen spürbaren Rückgang und sieht sich in seiner Integrationspolitik bestätigt. 

Die endgültigen Zahlen der Statistik Austria für 2025 zeichnen ein klares Bild: Österreichweit kletterten die Einbürgerungen um 19 Prozent nach oben, in Oberösterreich hingegen sanken sie um 11,2 Prozent. Damit steht das Bundesland allein da. Nur Salzburg verzeichnete mit minus 0,2 Prozent einen minimalen Rückgang, alle übrigen Länder legten zu.

Für Thomas Stelzer ist das Ergebnis eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. Die Staatsbürgerschaft, betont der Landeshauptmann, sei kein Automatismus, sondern bilde den Abschluss einer erfolgreichen Integration. Sprache, Arbeit, Rechtsordnung und gemeinsame Werte. Wer Österreicher werden wolle, müsse hier klare Voraussetzungen erfüllen.

Stelzer: "Integration bedeutet Bringschuld"

Bewusst habe Oberösterreich in den vergangenen Monaten Maßnahmen gesetzt, um Fehlanreize zu reduzieren. Mit der OÖ-Hausordnung und der früh eingeführten Sachleistungskarte seien sogenannte Pull-Faktoren eingedämmt worden. Integration bedeute Bringschuld, so Stelzer: Leistung, Eigenverantwortung und Respekt vor Regeln würden erwartet. Das höchste rechtliche Band zum Staat dürfe nicht am Beginn, sondern müsse am Ende eines gelungenen Weges stehen.

Strengere Rahmenbedingungen auf Bundesebene gefordert

Angesichts steigender Zahlen im Bund plädiert Stelzer zudem für strengere Rahmenbedingungen auf Bundesebene. Auch längere Wartezeiten hält er für diskussionswürdig. Oberösterreich jedenfalls, stellt er klar, werde seinen konsequenten Kurs fortsetzen.

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