Viele lassen jetzt ihr Auto stehen

Sprit-Wahnsinn: Ansturm auf die Öffis

© TZOe Artner
Die hohen Spritpreise sorgen für ein Umsteigen auf Öffis und lauten Protest.
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Wien. Literpreise für Benzin und Diesel jenseits von zwei Euro zwingen Autofahrer zum Handeln. Wie ÖSTERREICH berichtete, soll es ab 1. April eine Spritpreisbremse von 20 Cent pro Liter geben, doch schon jetzt wird das Auto für ­viele zum umleistbaren Luxus. Laut ÖAMTC sind bereits „wahrnehmbar weniger“ Autos unterwegs.

10 % mehr Öffi-Tickets. In der VOR-Region registriert man ein höheres Fahrgastaufkommen, der Ticket-Verkauf für Öffis stieg um 10 Prozent.
»Wenn ich Auto fahre, kann ich nur Nudeln essen«

Autoverkauf. Der 25-jährige Armin Randjbar klagt in ÖSTERREICH: „Ich habe einen Audi A5, der schluckt 13 Liter in der Stadt.“ Der Angestellte schildert ÖSTERREICH, dass er zehn Kilometer in dreißig Minuten in die Arbeit fährt. Mit Öffis bräuchte er doppelt so lange. „Bei Benzinpreisen von 2 Euro pro Liter kostet mich allein der Arbeitsweg mehr als 100 Euro im Monat.“ Deshalb will er den Audi jetzt verkaufen und auf ein Motorrad umsteigen: „Wenn ich Auto fahre, kann ich nur noch Nudeln essen.“

Jeder Zweite pendelt. Doch nicht jeder kann auf Öffis umsteigen, bemerkt etwa ARBÖ-Verkehrsexperte Jürgen Fraberger. „Rund die Hälfte der 4,3 Millionen Arbeitnehmer Österreichs arbeitet nicht in der eigenen Wohngemeinde. Viele davon brauchen das Auto.“

600.000 Euro Mehrkosten für Schulbus-Unternehmer

Aus für Schulbus? Die Busunternehmer warnen sogar, dass aufgrund des hohen Dieselpreises die Einstellung von Linienverkehr und Schülertransporten droht. Martin Horvath von der Wirtschaftskammer beziffert die täglichen Mehrkosten für die österreichweit 4.500 Linienbusse und 4.000 Kleinbusse auf 600.000 Euro. „Wenn sich die Unternehmer die Preise nicht mehr leisten können, werden sie aufhören müssen.“