Trafikantin weiter im Spital
Feuer-Attacke: AKH-Koch abnorm?
Wien. Bevor sich Ashraf A. in einen achtmonatigen Krankenstand flüchtete und hernach gekündigt wurde, arbeitete der 47-Jährige als Koch im AKH. Dort, im Zentrum für Schwerbrandverletzte, liegt nun Nadine W. (35), seine (Ex-)Freundin, die er mit Benzin überschüttet und angezündet haben soll. Besonders perfide: Damit keine Helfer zum Brandort vordringen konnten, sperrte er bei der Flucht die Trafik ab und warf den Schlüssel in einen öffentlichen Mistkübel bei der nahen Bimstation.
Wie berichtet, hatte der gebürtige Ägypter seine On-off-Beziehung mit einer Wanze in der Trafik in der Nussdorfer Straße im 9. Bezirk abgehört und so erfahren, dass sie einen Privatdetektiv gegen ihn engagiert hatte, weil er sie vor Wochen mit dem Messer bedroht hatte. Auch hörte er mit, wie die Niederösterreicherin einem Nebenbuhler, einem Afrikaner, verraten haben soll, dass sie alles daransetze werde, dass Ashraf A. hinter Gittern landet. Da drehte er durch. Sein Anwalt Manfred Arbacher-Stöger will beweisen, dass er ihr „nur“ einen Denkzettel verpassen und nicht töten wollte.
Inzwischen wurde, wie aus Justizkreisen durchsickerte, der renommierte Gerichtsgutachter Peter Hofmann beauftragt, den Geisteszustand des in Untersuchungshaft befindlichen Verdächtigen (für den die Unschuldsvermutung gilt) zu durchleuchten und festzustellen, ob er geistig abnorm ist oder nicht, bzw. ob er zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war.