Nichts geht mehr in der Koaliton

Nach Geheimtreffen mit Kurz ließ ÖVP Mückstein anlaufen

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Kanzler und ÖVP-Minister greifen jetzt den Gesundheitsminister frontal an.
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Wien. Wieder mal geht nichts mehr in der türkis-grünen Koalition. Beim Corona-Video-Gipfel im Kanzleramt am Sonntag ließen türkise Minister und ÖVP-Landes-Granden Gesundheitsminister Mückstein abblitzen. Der Grüne hatte ein Paket vorgestellt, falls „2G“ oder „Lockdown für alle“ bis morgen Mittwoch nicht greifen sollten – bis hin zu einem „Abendlockdown“.

Schönheitsfehler aus ÖVP-Sicht: Das alles hätte auch Geimpfte getroffen und der Erzählung von Ex-Kanzler Kurz widersprochen, wonach für sie Corona vorbei sei. Vor dem Ländergipfel fand laut ÖSTERREICH-Infos eine ÖVP-Besprechung mit Kurz statt, bei der alle Türkisen auf diese Linie eingeschworen wurden.

„Mücke“ geht unter. Folge: In der Ländersitzung ging Mückstein unter – sein Paket wurde nicht besprochen. Stattdessen griff ein ÖVP-Landeschef nach dem anderen Experten sowie das Nationale Impfgremium an – sie hätten dem „3. Stich“ zu wenig propagiert und seien deshalb für die niedrige Impfquote verantwortlich.

Doppeleklat. Mückstein ging am Abend in die ZiB 2 und forderte seinen Abend-Lockdown, Schallenberg konterte dem am Montagmorgen im ORF-Radio – der Krach war perfekt.

Köstinger eskaliert. Kurz-Vertraute Elisabeth Köstinger richtete Mückstein gestern zudem aus, sie halte „überhaupt nichts“ von seinen Wortmeldungen: „Neben der Experteneinschätzung gibt es die Lebensrealität der Menschen.“