Achterbahn-Tragödie

So kam es zum Horror-Unfall im Prater

© APA/ALEX HALADA
Eine 30-jährige Rumänin kam unter tragischen Umständen im Pratertrubel ums Leben.
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Wien. Das Unglück ereignete sich – wie berichtet – Dienstag um 20.30 Uhr auf der Anlage des „Olympia Looping“. Die Achterbahn wurde heuer zum dritten Mal in Wien aufgebaut: Das Prestigeprojekt des deutschen Schaustellerimperiums Barth, das 1989 auf dem Oktoberfest Premiere hatte, ist die größte transportable Achterbahn der Welt und ein echter Publikumsmagnet – fünf Loopings hintereinander muss man erst einmal „verdauen“. Nach 30 Jahren im Vergnügungspark-Business kam es jetzt in Wien zu einem tödlichen Unfall.

Arbeitsinspektorat übernahm Ermittlungen

Eine junge Mitarbeiterin begab sich, wie Eigentümer Otto Barth nach Rücksprache mit seinem Betriebsleiter am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt gab, „in einen Gefahrenbereich, wo sie nicht hindurfte, wo abgesperrt ist, und wurde von einem Zug erfasst.“ Dabei wurde die 30-Jährige eingeklemmt, sodass sie trotz Erste-Hilfe-Maßnahmen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen erlag.

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Obduktion. Für die Polizei sieht derzeit alles nach einem Unglück aus, das allein auf die Fahrlässigkeit des Opfers zurückzuführen ist – deshalb übernahm auch das Arbeitsinspektorat die Ermittlungen, um etwaige Mängel in der Betriebsanlage und im Arbeitsprozess aufzudecken. Gleichzeitig läuft eine gerichtliche Obduktion des Opfers. Sollte die Autopsie Ungereimheiten aufdecken, könnte die Polizei auf Weisung der Staatsanwaltschaft den Fall jederzeit wieder übernehmen.

„Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen“, betonte der um Fassung ringende Barth. Auch Silvia Lang, Vizechefin des Praterverbandes, drückte ihre Betroffenheit aus: „Wir werden dieses Unglück gemeinsam aufarbeiten.“ Eine für Donnerstag geplante öffentliche Vorstellung aller Praterneuheiten der Saison wurde aus Pietätsgründen abgesagt.

(kor)