Knoten Prater

Spurensperren am Wochenende - A23 wird zur Staufalle

22.05.2026

Österreichs meistbefahrene Straße dürfte wieder zum Parkplatz werden. Am Knoten Prater werden am Wochenende Spuren gesperrt, weshalb der ÖAMTC bereits vor dem totalen Verkehrsstillstand am Sonntag warnt. 

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© ORF WIen
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Wer am kommenden Wochenende in Wien auf der Südosttangente unterwegs ist, braucht starke Nerven und viel Geduld. Wegen dringender Sanierungsarbeiten am Asphalt wird die wichtigste Verkehrsader in Fahrtrichtung Süden ab Samstagnacht drastisch verengt. Der ÖAMTC befürchten deshalb bereits erhebliche Verzögerungen, die weit auf andere Hauptverkehrsrouten ausstrahlen werden.

Nur eine Spur auf der Hauptfahrbahn offen

Konkret wird der betroffene Bereich von Samstag um 22 Uhr bis Montag um 5 Uhr früh zur Baustelle. Die Asfinag muss den Verkehr in Fahrtrichtung Graz wegen der Arbeiten massiv bündeln. Es stehen über weite Strecken auf der Hauptfahrbahn nur ein einziger Fahrstreifen sowie die Bypass-Spur Richtung St. Marx zur Verfügung. Über diese Verkehrsführung können Fahrzeuge den Baustellenbereich zwar umfahren und werden danach wieder auf die Hauptfahrbahn der A23 zurückgeleitet, doch Engpässe sind damit vorprogrammiert.

Immerhin rollen täglich rund 200.000 Autos zwischen dem Knoten Prater und der Anschlussstelle Handelskai über die Tangente. Damit ist dieser Abschnitt die am stärksten befahrene Straße in ganz Österreich. Die Zu- und Abfahrten von und zur Ostautobahn sowie die Abfahrt von der Tangente in Richtung Zentrum bleiben während der Arbeiten aber immerhin geöffnet.

Ausweichstrecken drohen komplett zu verstopfen

Der ÖAMTC warnt vor einer akuten Überlastung am Sonntag und empfiehlt dringend, diesen Abschnitt großräumig zu umfahren. Die Blechlawinen werden laut den Prognosen des Verkehrsclubs weit auf die Wiener Nordrand Schnellstraße, die Donaustadtstraße und die Donauufer Autobahn zurückreichen. Besonders schlimm könnte es Autofahrende im Tunnel Kaisermühlen treffen, wo mit massivem Zeitverlust zu rechnen ist. Wer versucht, über andere Donaubrücken auszuweichen, wird ebenfalls kaum schneller vorankommen. Vor allem auf der Nordbrücke wird am Sonntag eine extreme Verkehrsüberlastung erwartet. Wer am Wochenende zwingend durch diesen Teil Wiens muss, sollte unbedingt deutlich mehr Zeit einplanen.

Sanierung wird in Kürze abgeschlossen

Vonseiten der Asfinag wird betont, dass diese Belagssanierung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit auf dem stark beanspruchten Teilstück absolut unumgänglich ist. Während die Sanierungsarbeiten auf der eigentlichen Prater-Hochstraße bereits vollständig abgeschlossen werden konnten, benötigt das Verbindungsstück am Praterknoten nun dringend den neuen Asphaltbelag. Ein Ende dieser verkehrlichen Geduldsprobe ist allerdings bereits in Sichtweite. Die Sanierung in diesem Bereich wird im heurigen Jahr an nur einem einzigen weiteren Wochenende fortgeführt und ist danach final erledigt.

Dieses zweite Sanierungswochenende ist für den Zeitraum zwischen dem 29. Mai und dem 1. Juni geplant. Dabei werden die Arbeiten in Fahrtrichtung Norden durchgeführt, womit das Gesamtprojekt für das Jahr 2026 erfolgreich abgeschlossen sein wird. Um böse Überraschungen im Stau zu vermeiden, können Autofahrende aktuelle Informationen über die Verkehrslage jederzeit in Echtzeit auf der Internetseite der Asfinag abrufen.