Mega-Stau

Tauernautobahn gesperrt: Zu Pfingsten droht "Vollchaos"

Ausgerechnet kurz vor Pfingsten wird eine der wichtigsten Urlauberrouten in Österreich komplett dichtgemacht. Die A10 ist für fünf Tage gesperrt, weshalb in der Region enorme Staus befürchtet werden. 

Auf der Tauernautobahn A10 geht in Richtung Norden beziehungsweise Salzburg tagelang nichts mehr. Die vollständige Sperre hat am Montag um 13:00 Uhr begonnen und dauert voraussichtlich bis Samstag um 6:00 Uhr früh. Wer in diesem Zeitraum auf Österreichs Straßen unterwegs ist oder die Reise für das kommende Pfingstwochenende plant, muss sich auf massive Verzögerungen einstellen. Da der gesamte Verkehr umgeleitet werden muss, stehen die betroffenen Gemeinden im Pongau vor einer extremen Belastungsprobe.

Sanierung nach schwerem Tunnelbrand

Der Grund für die aktuelle Totalsperre liegt im Brentenbergtunnel. Dort kam es im Januar zu einem folgenschweren Brand eines Lastwagens, der schwere Schäden an der Infrastruktur hinterließ. Seither laufen die Sanierungsarbeiten der ASFINAG auf Hochtouren, bei denen unter anderem mehrere Schichten einer speziellen Schutzbeschichtung aufgetragen werden müssen. Ziel ist es, die gesamten Reparaturen bis Ende Juni abzuschließen, damit der Tunnel pünktlich zur absoluten Hauptreisesaison im Sommer wieder uneingeschränkt befahrbar ist.

Umleitungen über strapazierte Bundesstraßen

Die Ausweichstrecken verschärfen die Situation für Autofahrer zusätzlich. Der Verkehr wird über die Salzachtalstraße (B159) umgeleitet, auf der allerdings derzeit ebenfalls Bauarbeiten stattfinden, was zu Behinderungen durch Ampelregelungen und Gegenverkehrsbereiche führt. Der ÖAMTC warnt zudem vor erheblichen Staus auf weiteren Routen in der Region. Betroffen sind die Pinzgauer Straße (B311) ab Bischofshofen, die Katschbergstraße (B99) ab Hüttau sowie die Wagrainer Straße (B163).

Bürgermeister befürchten enormes Chaos

Die Ortschefs der Region blicken mit großer Sorge auf die kommenden Tage und rechnen mit einer enormen Belastung. Hubert Stock, der Bürgermeister von Werfen, betont, dass es zur Sperre keine Alternative gibt: „Wir hoffen inständig, dass das Ortszentrum weitgehend verschont bleibt und die Autofahrer konsequent die offiziell ausgewiesene Umleitung nutzen.“ Sein Amtskollege Bernhard Weiß aus Pfarrwerfen zeigt sich besorgt über die Auswirkungen auf die Anrainer: „Wir rechnen ab Montag, spätestens aber ab Dienstag mit einer sehr herausfordernden Situation für unsere gesamte Region. Auch innerörtlich wird es zu massiven Belastungen für die Bevölkerung kommen.“

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