Fleckerlteppich vor Gipfel

Tauziehen um diese Verschärfungen

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Wer angesichts starker Delta-Welle auf mehr Maßnahmen pocht. Wer bremst.
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Wien. Die Realität überholt gerade die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung. Die Delta-Welle wird immer stärker. Und zunehmend verschärfen Bundesländer – nach dem Modell Wien – einfach selbst. Die Folge: ein Corona-Fleckerlteppich und ein Kontrollverlust. Am Freitag wollen jetzt Regierung und Landeshauptleute Verschärfungen fixieren.

Kanzler und Minister wollen gegensteuern

  • Alarmiert: Sowohl Bundeskanzler Alexander Schallenberg als auch Vizekanzler Werner Kogler und sein Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein nehmen den starken Anstieg der Corona-Infektionen ernst. Kogler hätte gerne den Gipfel mit den Landeshauptleuten vorgezogen. Vergebens.

Verordnung für Stufe 2 und drei jetzt fertig

  • Stufenplan: Obwohl der Stufenplan – ab 300 Covid-Intensivpatienten gilt die Stufe zwei mit 2G in Nachtgastro und größeren Events – überholt ist, alle Bundesländer bis auf Burgenland haben die Stufe zwei bereits von sich aus umgesetzt, bleibt die Regierung beim Stufenplan.

Mückstein will jetzt 2,5G rascher, VP mehr 2G

  • Impfen: Der Gesundheitsminister will die Stufe drei – ab 400 ICU-Betten, die bald erreicht sein könnten – auch bereits am Freitag fixieren. Dann würden nur noch PCR-Tests bei 3G-Settings – von Gastro bis Arbeitsplatz – gelten. Vereinzelte Bundesländer scheinen damit Schwierigkeiten zu haben. In Teilen der ÖVP würde man daher mittlerweile „mehr 2G – also nur geimpft oder genesen“ vorziehen, sagt ein VP-Politiker.

"Modell Israel" als Mittel gegen die Delta-Welle

  • 3. Impfung: Die Regierung will jetzt einen Appell für die dritte Impfung machen. Mit dieser – sowie Verschärfungen – hatte Israel im September die Delta-Welle gebrochen. Ob das für Oberösterreich aber noch reichen wird, bleibt abzuwarten.