23-Jähriger

Wiener Wanderer stirbt bei Tour in Italien

16.05.2026

Ein Wanderer aus Wien, der seit Freitag in den Bergen der norditalienischen Region Friaul-Julisch Venetien vermisst worden war, ist tot geborgen worden.  

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Die Leiche des 23-Jährigen und jene seines Begleiters, ein in Deutschland lebender 24-jähriger US-Bürger, wurden am Samstag von einem Hubschrauber des friaulischen Zivilschutzes in einem Berggebiet in der Gemeinde Verzegnis (Provinz Udine) zwischen den Bergen Piombada und Bottai lokalisiert.

Wie die friaulische Bergrettung der APA berichtete, sollen die beiden Männer abgestürzt sein, nachdem sie auf einem besonders steilen, grasbewachsenen Abschnitt das Gleichgewicht verloren hatten. Der Unfall ereignete sich an einem Ort, der vom Boden aus nur sehr schwer zu erreichen ist. Aus diesem Grund erfolgte die Bergung der Leichen per Seilwinde.

Vater des Wieners erstattete Vermisstenanzeige

Der Motorroller der beiden Männer wurde am Samstag bei Sella Chianzutan in der Provinz Udine gefunden. Der Vater des 23-Jährigen hatte Vermisstenanzeige erstattet. Rund 20 Kräfte der Bergrettung, der Polizei und der Feuerwehr durchkämmten die Wanderwege in dem Gebiet. Die Suchaktion wurde durch das schlechte Wetter in der Gegend erschwert.

Die beiden Männer waren am Montag von Palazzolo dello Stella in der Provinz Udine aufgebrochen, wo sie ein Wohnmobil zurückgelassen hatten. Mit einem Motorroller waren sie bis zu Sella Chianzutan gefahren; das Fahrzeug wurde dort geparkt aufgefunden. Die Vespa wurde am Samstag von den zutiefst erschütterten Eltern des jungen Wieners abgeholt, die bereits am Freitag nach Friaul gereist waren. Der 23-Jährige hatte seiner Familie mitgeteilt, dass er eine mehrtägige Trekkingtour in den Bergen der Karnischen Alpen unternehmen wolle. Das ausgeschaltete Telefon fünf Tage nach dem Aufbruch hatte die Eltern in Alarm versetzt und sie schließlich dazu veranlasst, die italienischen Behörden zu verständigen.

Nach ersten Einschätzungen des Gerichtsmediziners könnte der Tod bereits in den ersten Momenten der Wanderung eingetreten sein, möglicherweise schon am Montag oder in den unmittelbar darauffolgenden Stunden. Die Ermittler gehen daher davon aus, dass sich der Sturz kurz nach Beginn der Tour ereignet haben könnte. Sie vermuten, dass die beiden Männer die Schwierigkeit des steilen Wegs unterschätzt haben.