Neuer Anlauf

Koran-Sager: Staatsanwaltschaft will gegen Hofer ermitteln

23.02.2026

Die Staatsanwaltschaft Wien will Ermittlungen gegen FPÖ-Mandatar Norbert Hofer aufnehmen und hat dafür beim burgenländischen Landtag um dessen Auslieferung ersucht.  

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© APA/HANS KLAUS TECHT
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Das bestätigte eine Sprecherin am Montag auf APA-Anfrage. Geprüft werden soll eine Aussage des Ex-FPÖ-Chefs bei einer Demo im Juni 2020, wo er sinngemäß sagte, der Koran, das heilige Buch des Islam, sei gefährlicher als das Coronavirus. Es bestehe der Verdacht auf Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren.

Schon 2020 wollte die Staatsanwaltschaft wegen dieser Aussage ermitteln. Der Nationalrat stimmte damals jedoch einstimmig gegen die behördliche Verfolgung des damaligen Dritten Nationalratspräsidenten. Die Abgeordneten begründeten das damit, dass ein Zusammenhang zwischen der Äußerung und der politischen Tätigkeit Hofers bestehe. Seit gut einem Jahr sitzt dieser nun aber nicht mehr im Nationalrat, sondern im burgenländischen Landtag, der nun ebenfalls über eine mögliche Auslieferung entscheiden soll.

Wörtlich soll Hofer bei einer Kundgebung der Wiener FPÖ am Viktor-Adler-Markt vor rund 2.500 Besucherinnen und Besuchern gesagt haben: "Ich fürchte mich nicht vor Corona, Corona ist nicht gefährlich. Da ist der Koran gefährlicher, meine Lieben, als Corona."