Politik-Insider
Blaue Hardliner machen gegen Hofer, für Kickl mobil
Extrem. In der FPÖ formieren sich altbekannte Kader – etwa FPÖ-Bundesrat Johannes Hübner oder auch Martin Graf –, um für FPÖ-Klubchef Herbert Kickl und gegen den blauen Boss Norbert Hofer mobil zu machen.
Im Hintergrund haben diese Kreise auch Schützenhilfe von Online-Portalen, die vom Dokumentationsarchiv als „rechtsextrem“ eingestuft werden.
Dort fällt bereits seit Längerem auf, dass sowohl eine Kampagne gegen Hofer als auch gegen die FPÖ-Oberösterreich-Spitzenvertreter Haimbuchner und Rabl agitiert wird.
In der letzten FPÖ-Präsidiumssitzung – Hofer war nicht anwesend – zeigte die Mehrheit der Mandatare, dass sie hinter Kickl und dessen „Corona-Wahnsinn“-Kurs steht. Hofer hatte getwittert, dass er erwarte, dass alle im Parlament sich an die Maskenpflicht halten. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Nicht aber in der blauen Welt, wo man das als Eklat ansah. Immerhin verweigert Kickl das Maskentragen und tritt bei dementsprechenden Demos auf.
Machtkampf um blaue Führung eskaliert
Entscheidung. In der FPÖ ist es ein offenes Geheimnis, dass diese Kreise Hofer als FPÖ-Chef verabschieden und stattdessen Kickl an die FPÖ-Spitze hieven wollen. Dafür bräuchten sie aber eine Mehrheit im Parteivorstand und einen Parteitag.
Isabelle Daniel