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BP-Wahl: 1. Gerüchte um Rabl, Dosko & Anschober

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Die einzig große Wahl im neuen Jahr 2022 wird – wenn Türkis und Grün nicht noch für Neuwahlen sorgen – die Bundespräsidentenwahl.
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Auf den ersten Blick scheint die Präsidenten-Kür 2022 eine Wahl mit Gähn-Faktor zu werden. Alles spricht für eine Wieder-Kandidatur von Alexander Van der Bellen – und bei ÖVP und SPÖ gibt es erste Stimmen, die für eine Unterstützung von Van der Bellen werben. Selbst bei der FPÖ ist noch nicht klar, ob Kickl tatsächlich Norbert Hofer ins Rennen gegen den im Januar 78 Jahre werdenden Alt-Grünen VdB schickt oder sich das Wahl-Budget nicht lieber für die Mega-Nationalratswahl-Schlacht 2024 sparen will.

Doch vermutlich kommt es anders, als alle denken: In der ÖVP gab es kürzlich ein Treffen einiger wichtiger Landes-Granden, die – entsetzt und aufgescheucht von der Günter-Platter-Empfehlung für Van der Bellen – sich auf eine eigene ÖVP-Kandidatur festgelegt haben.

Der Gedanke dabei: Die ÖVP dürfe auf keinen Fall den Kandidaten ihres ohnehin schon – O-Ton – „größenwahnsinnig gewordenen“ grünen Koalitionspartners unterstützen: „Da können wir uns gleich politisch abmelden!“

Der geheime Länder-Bund fand auch schon eine Wunsch-Kandidatin: Helga Rabl-Stadler, die gerade in den Ruhestand gegangene legendäre Salzburger-Festspiel-Präsidentin solle das Land führen. Erste parteiinterne Umfragen zeigen angeblich: Rabl-Stadler hätte eine deutliche Mehrheit hinter sich, wäre in jeder Beziehung die ideale Kandidatin – eine Frau, eine Versöhnerin über alle Parteigrenzen, ein kulturelles Aushängeschild. Jeder mag sie.

Aus Rabl-Stadlers Umgebung ist zu hören, das Angebot komme für sie nicht infrage, sie wolle endlich „ihre Ruhe“. Aber dieselben Freunde sagen auch: „Wenn alle auf sie einreden, dann ...“

Auch in der SPÖ gibt es plötzlich immer mehr Stimmen für eine eigene Präsidentschaft-Kandidatur. O-Ton: „Die Partei darf sich bei der wichtigsten Wahl, so knapp vor einer Kanzler-Entscheidung, nicht selbst aufgeben.“

Auch bei den Roten gibt es klare Kandidaten-Vorlieben: Einer der drei Landes-Kaiser soll es machen. Während der Kärntner Landes-Kaiser garantiert nicht Hofburg-Kaiser werden will, und wohl auch dem Wiener Ludwig ein Antreten gegen VdB zu riskant erscheint, bleibt nur einer: Peter Doskozil for President.

SPÖ-Insider meinen: „Doskozil ist so eitel und so von sich selbst überzeugt, dass er die Kandidatur machen würde. Und für die SPÖ wäre es eine Win-win-Situation: Entweder die SPÖ hat einen der ihren in der Hofburg oder Rendi-Wagner ist Doskozil für immer los. Beides hat Charme!“

So gibt es also 2022 tatsächlich DREI Möglichkeiten:

  • Entweder ein Solo für Van der Bellen mit Grün-, SPÖ- und ÖVP-Unterstützung
  • Oder einen Vierkampf mit VdB, Rabl-Stadler, Doskozil und Norbert Hofer.
  • Oder – als auch denkbare Variante: VdB, der beim Start der zweiten Amtszeit fast 79 und am Ende satte 85 wäre, verzichtet. Laut Insidern will Van der Bellen nur antreten, wenn ÖVP und SPÖ keine Gegen-Kandidaten in die Wahl schicken. Dann wäre ein Match Rabl-Stadler gegen Dosko gegen Hofer und gegen einen grünen Kandidaten Rudi Anschober der vielleicht spannendste, hochkarätigste Wahlkampf, den das Land seit Langem gesehen hat.