Herbert Kickl - seines Zeichens blauer Klubchef -drückt immer stärker aufs Gas und will formaler Chef werden. Davon will wiederum der amtierende Parteiboss Norbert Hofer nichts wissen.
Er spürt -Kickl hatte mehrmals erklärt, dass er als FPÖ-Spitzenkandidat zur Verfügung stünde und hat bislang nur Schützenhilfe von der FPÖ Salzburg, Tirol und teilweise aus Niederösterreich erhalten
Aufwind. Immerhin stellte sich der mächtigste Landeschef der FPÖ, Manfred Haimbuchner, via oe24. TV hinter Hofer. Auch Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp unterstützt Hofer gegen Kickl.
Der Machtkampf ist aber deswegen nicht vorbei. Kickl will jetzt alles auf eine Karte setzen, da er offenbar verhindern will, dass ein FPÖ-Sonderparteitag erst nach der Oberösterreich-Wahl stattfinden könne. Sollte er erst dann abgehalten werden, könnte Hofer mit einem Überraschungscoup aufwarten und Haimbuchner -dem ein gutes Wahlergebnis prognostiziert wird -als Nachfolger vorschlagen und so Kickl ausbremsen.
Dann würde es für Kickl auch als Klubchef schwer.
Aber vielleicht zieht Kickl auch noch eine Kandidatin aus dem Hut.