Weiter wichtige Fragen offen

Cobra-Affäre: Minister mit Widersprüchen

© APA (Archivbild)
Eine parlamentarische Anfrage der SPÖ zeigt Ungereimtheiten zum Unfall auf.
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Wien. Am 13. März verursachten zwei Cobra-Personenschützer der Familie Nehammer betrunken einen Auto-Unfall. Über die genauen Details wird seither gestritten. In einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ musste jetzt auch Innenminister Gerhard Karner auspacken:

Widersprüche. Dabei verwickelt sich der ÖVP-Minister in Widersprüche. Katharina Nehammers Aussagen, sich ihre Personenschützer selbst ausgesucht zu haben, weist Karner zurück: Laut ihm seien die Beamten zugewiesen worden. Ebenfalls neu: Karner wusste bereits am Folgetag über den Unfall Bescheid – das lässt mutmaßliche Interventionen zur Vertuschung in einem anderen Licht erscheinen.

Vorwürfe. „Es geht hier möglicherweise um massiven Macht- und Amtsmissbrauch. Der Innenminister sollte sich also an der Aufklärung und nicht der Vertuschung dieses Skandals beteiligen“, so SPÖ-Sicherheitssprecher Reinhold Einwallner bestürzt.

Degradiert. Die beiden Personenschützer wurden mittlerweile in den Innendienst versetzt: Sie fristen nun ein Dasein als „normale“ Polizisten auf Polizeiinspektionen. Billig davon kamen sie mit der Reparatur des Alko-Crashs: 510 Euro musste das BMI für die Schäden ihres Audi A6 blechen.